

Von der Verarbeitung her macht der Acer Aspire L5100 einen guten Eindruck, von Innen ebenso wie von Außen. Auch das Design ist ansprechend, der schwarze Klavierlack macht einen eleganten und dabei doch schlichten Eindruck. Das einzige Manko ist, dass das Klavierlackdesign nur auf der Front und der linken Seite zum Einsatz kommt, auf der rechten Seite wurde ein mattes Schwarz genutzt. Sicherlich ein Problem, über das man hinwegsehen kann, wenn man den Acer Aspire L5100 liegend nutzt. Für diejenigen, die den Acer Aspire L5100 stehend nutzen wollen, kann die rechte Seite ein Dorn im Auge sein.
Die Leistung des Acer Aspire L5100 entspricht ungefähr dem was man von einem Mini-PC System dieser Größe erwartet: Für Office und den Home Entertainment Bereich gut geeignet, aber für anspruchsvolle 3D Programme und Anwendungen nicht zu empfehlen. AMD Athlon CPUs sind im Vergleich zu modernen Intel Prozessoren nicht mehr so leistungsstark, und eher im Budget Segment vorhanden. Allerdings dürfte der Acer Aspire L5100 im Home Entertainment Sektor eine gute Figur machen, da er schon direkt mit DVI und HDMI Anschlussmöglichkeiten ausgestattet ist und auch Full-HD Videos keine Probleme bereiten. Wer den Acer Aspire L5100 lieber am Arbeitsplatz nutzen möchte, wird sich ebenfalls über einen platzsparenden, leisen Mini-PC freuen können..
Ein Aufrüsten ist im Allgemeinen nicht zu empfehlen, da schon Acer selbst von einem Öffnen des Gehäuses abrät. Wen das nicht abschreckt, der hat die Möglichkeit die CPU, den Speicher, Festplatte und optisches Laufwerk auszutauschen. Die Ausstattung ist aber ansonsten gut, so ist im Acer Aspire L5100, je nach Modell, schon ein TV- und Radio-Tuner enthalten. Allerdings kann man den Speicher nur bis zu 2GB Aufrüsten, und bei der CPU sollte man auch nicht höher als ein AMD 64 X2 5000+ (TDP 65W) gehen, da man ansonsten nicht sicher sein kann ob das Kühlsystem eine stärke CPU verkraftet.
Der Stromverbrauch des Acer Aspire L5100 ist an sich gut und die 82Watt unter Vollast befinden sich auch in einem akzeptablen Bereich. Nur das starke Schwanken der Werte im Idle Modus stört. Wenn sich der Rechner nach ein paar Minuten Idle Betrieb wenigstens bei 30-35W einpendeln würde, wäre alles in Ordnung. So aber schwankt er zwischen 24W und 49W hin und her. Da das Problem bei Windows Vista und XP gleichermaßen auftritt, nehmen wir an, dass es nicht am Betriebssystem liegt und wohl auf die Hardware zurück zu führen ist. Im Gegensatz zum Stromverbrauch konnten aber die Temperaturen überzeugen, zwar ist der im Test verwendete AMD X2 BE Prozessor an sich schon sehr genügsam, was seine Abwärme angeht, aber die guten Werte resultieren auch aus dem Kühlsystem, welches mit dem BE Prozessor schon unterfordert schien.
Als Betriebssystem sollte man ganz klar das von Acer vorinstallierte Windows Vista Home Premium verwenden. Unter Windows Vista funktionieren die Stromsparfunktionen und die Lüftersteuerung definitiv besser als unter Windows XP. Beim Verwendungszweck sticht ganz klar der Einsatz als HTPC (Home Theater Personal Computer) hervor, denn hierfür ist der Acer Aspire L5100 wirklich sehr gut geeignet. Aber auch als Office-Rechner ist der Acer Mini-PC nicht zu verachten. Nur für Gaming und Poweranwendungen ist der Acer Aspire L5100 leider nicht zu gebrauchen. Mit älteren Spielen kann er aber wegen der integrierten ATI Grafikkarte gut umgehen.
Der Lieferumfang des Acer Aspire L5100 ist ziemlich umfangreich und dürfte von den meisten Usern dankend angenommen werde. Dem Mini-PC liegen bereits von beginn an Maus,Tastatur und wichtige Kabel bei, so dass man eigentlich nur noch einen Bildschirm und Boxen braucht damit der Acer Aspire L5100 voll Einsatzbereit ist. Die Softwareausstattung ist ebenfalls umfangreich, auch weil Acer hier großzügig eigene Produkte installiert hat, welche nicht unbedingt jeder braucht. Leider hat Acer keinerlei Installations- oder Treiber CDs beigelegt, sollte das System einmal neu installiert werden müssen, liegen die nötigen Anwendungen auf einer extra Partition auf der Festplatte. Einfacher und benutzerfreundlicher wäre es gewesen, hätte man einfach herkömmliche CDs/DVDs beigelegt. Damit kommen die meisten der User auf Anhieb zurecht, zumal in den Bedienungsanleitungen nichts über die extra Partition zu stehen scheint.
Der Acer Aspire L5100 konnte durchaus Überzeugen. Acer liefert mit dem Aspire L5100 ein gelungenes und gut durchdachtes System. Sollte man den Mini-PC als HTPC einsetzen, wird man sicher viel Freude mit dem Aspire L5100 haben, da er von Beginn an vieles liefert was man bei anderen Herstellern noch dazu kaufen muss. Und Anschlüsse wie HDMI ermöglichen den Einsatz an LCD-TV Geräten und HDTV. Auch als Office PC kann sich der Acer Aspire L5100 sehen lassen, so kann er z.B. einfach hinter einem Flachbildschirm verschwinden und nimmt so kaum Platz weg. Auch von der Lautstärke her eignet er sich gut als Office PC. Von daher ist es eigentlich sehr Schade, dass solche Kleinigkeiten wie fehlende Treiber CDs oder eine, vom Design abweichende rechte Seitenwand, das sonst so positive Bild des Acer Aspire L5100 trüben. Für 399€ bzw. 599€ ist der Acer Mini-PC aber auf jeden Fall eine Investition die ihr Geld wert ist. Von daher verdient der Acer Aspire L5100 die Budget Nomination.
[simon.k]

Pro | Kontra | + Größe + Design + Leistung + viele Anschlüsse + HDMI + umfangreicher Lieferumfang + Preis | - keine Treiber CDs - rechte Seite sticht aus dem Design raus - schwankender Verbrauch im Idle Betrieb | Verbesserungsvorschläge | ● Treiber – und Installations-CDs beilegen ● das Design der rechten Seite dem Rest des Gehäuses anpassen ● E-SATA für schnelleren Austausch mit externen Festplatten |
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