
Der mit drei Rändelschrauben fixierte Gehäusedeckel kann in wenigen Sekunden abgenommen werden und macht das Innenleben zugänglich. Werkzeug wird dazu keines benötigt. Im Inneren wirkt das System ziemlich vollgepackt, der verfügbare Raum wird sehr gut ausgenutzt. Dennoch gestaltet sich der Einbau der Komponenten einfach, sofern man die Reihenfolge beachtet und CPU und Speicher zuerst einbaut, bei herausgenommenem Laufwerkskäfig. Auf der linken Seite ist noch etwas Platz vorhanden, so sollten auch längere Grafikkarten problemlos passen.

Ganz hinten im Gehäuse befindet sich das 275 Watt Netzteil, welches einen leisen 80mm Lüfter besitzt, aber leider keine S-ATA Stromstecker, was heißt, dass man für die Festplatte den beiliegenden Adapter verwenden muss. Die Festplatte selbst ist vorne quer eingebaut, etwas ungewohnt ist dabei dessen Aufhängung über Kopf. Neuere Festplatten sollte dies keine Probleme bereiten, bei älteren Modellen ist es ratsam den Hersteller diesbezüglich zu kontaktieren. Der Laufwerkskäfig, der das optische Laufwerk aufnimmt, bietet auch für ein 3,5" Laufwerk Platz. Hier scheint der Einbau einer Festplatte nicht vorgesehen zu sein, da keine zusätzlichen Kabel vorhanden sind, obwohl das Mainboard über vier S-ATA Schnittstellen verfügen würde.

Auf dem Mainboard sind ein PCI-Express x16 und ein PCI Steckplatz für den Einbau von Erweiterungskarten vorhanden. Da der Steckplatz für die Grafikkarte außen, gleich hinter dem Gehäusedeckel positioniert ist, ist der Einbau einer Grafikkarte mit doppelter Bauhöhe nicht möglich. Beim Chipsatz setzt AOpen auf eine Kombination von ATI: der RS482 Northbridge mit SB450 Southbridge. Erstere verfügt über eine integrierte 3D-Grafikeinheit (ATI Radeon Xpress 200), die über keinen eigenen Speicher verfügt und deshalb einen Teil des Arbeitsspeichers verwendet (shared memory). Eine bekannte Schwäche der Southbridge ist der langsame Durchsatz über die USB 2.0 Schnittstellen. Ein kurzer Vergleichstest mit einem nVidia nForce basierendem System beim Kopieren von Daten von einer externen Festplatte zeigte das Problem deutlich auf. Der verbaute Sockel 939 nimmt AMD Athlon 64 Prozessoren auf und die Stromsparfunktion Cool'n'Quiet funktionierte einwandfrei.

Das ganze Kühlsystem kommt mit nur zwei Lüftern aus, der 80mm große CPU-Lüfter erzeugt einen Luftstrom quer durch das Gehäuse und kühlt die Northbridge des Chipsatzes gleich mit, wodurch kein weiterer Lüfter nötig ist. Der CPU-Lüfter ist geregelt und dreht beim Booten kurz hoch, bis die Lüftersteuerung greift und ihn drosselt. Die warme Luft wird direkt durch die Öffnungen an der rechten Gehäuseseite nach Außen geblasen. Auch im Netzteil wird ein 80mm Lüfter verwendet. Neben der Kühlung des Netzteils ist er auch für den Abtransport der warmen Luft im Gehäuse zuständig, die sich sonst vor Allem im oberen Bereich des Gehäuses stauen würde.
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