
Das Innenleben ist auch beim AOpen EZ661-T(D) etwas unübersichtlich. Der Anblick wird durch die verhältnismäßig wirr geführten Kabel und den sperrigen CPU-Lüfter dominiert. Neben diesem befinden sich eng aneinander gedrängt der Passivkühler der GPU/Northbridge und der Laufwerkskäfig. Auf der anderen Seite des CPU-Fan sitzt das Netzteil, welches quer zum Barebone an dessen Rückseite angebracht is

Der verbaute Laufwerkskäfig ist wie üblich mit zwei Schrauben fixiert. Er bietet Platz für ein 5,3“ Laufwerk, sowie zwei 3,25“ Laufwerke, wobei nur eines dieser von außen zugänglich ist. Beim Ein- und Ausbau des Laufwerkskäfig muss man allerdings darauf achten, dass man sich nicht zwischen den S-ATA-, IDE- und Stromkabeln nicht verfängt. Erfreulich ist die Tatsache, dass sowohl für ein CD-Laufwerk also auch eine S-ATA Festplatte, Daten- und Strom-Kabel vorverlegt wurden.

Das im AOpen EZ661-T(D) verbaute Mainboard entspricht zwar nicht unbedingt der neuesten Technologie, aber dennoch bietet es genug Möglichkeiten um einen vernünftigen Office-PC aufzusetzen zu können. Neben den zwei IDE Anschlüssen (CD-Laufwerk u. evtl. Festplatte) bietet das UX661-T(D) 2 S-ATA Anschlüsse. Leider wurde hier noch S-ATA I verbaut, und somit ist nur eine theoretische Bandbreite von maximal 150 MB/s möglich. Des Weiteren stehen die Raidoptionen 0, 1 und JBOD zur Verfügung. Etwas veraltet ist unserer Meinung nach die Netzwerkunterstützung von nur 10 / 100 MB Fast Ethernet. In den meisten neuen Barebones wird bereits ein 1000 MB Fast Ethernet angeboten.
Beim CPU-Sockel handelt es sich um den Sockel T LGA 775 welcher den Intel Dual Core, Pentium D, Celeron D und Pentium 4 unterstützt. Somit sind alle noch relativ neuen CPUs auf diesem Mainboard einsatzfähig.
Der auf dem Mainboard verbaute SIS661FX Chipsatz bietet neben Unterstützung eines AGP-Ports, einen FSB von 800 MHz sowie DDR 400/333/266. Mit einer Transferrate von 6,4 GB/s bewegt er sich damit im Mittelfeld, betrachtet man Ihn auf einer Leistungsskala. Erfreulich ist, dass dieser Chipsatz von Haus aus eine integrierte Grafiklösung mit bring. Die so genannte SiS Mirage Graphic Engine bietet Microsoft Direct X9.0 Unterstützung, 2 Pixel Pipelines, eine Taktfrequenz von 200 MHz und eine Auflösung von bis zu maximal 2048x1536 Pixel. Vergleicht man dies mit Highendgrafikkarten die zumeißt mindestens 8 Pixel Pipelines und 800 MHz Chiptakt besitzen, ist diese Grafiklösung zwar kein Highendprodukt aber für jegliche Office Tätigkeiten sollte sie vollkommen ausreichen. Wer mit der integrierten Grafikkarte nicht ausreichend bedient sein sollte, kann sich eine AGP-Grafikkarte einbauen. Da diese Technologie jedoch inzwischen veraltet ist, stehen die neuesten Grafikkarten nur noch für PCI-Express Slots zur Verfügung.

Auffällig ist bei AOpen wie immer der CPU-Kühler. Anstatt eine herkömmlichen Heatpipe zu verwenden, die die Abwärme vom CPU-Sockel zu einem entfernten Kühlkörper transportiert, setzt AOpen lieber auf einen seitlich zum Barebone angebrachten Heatpipekühler. Dieser wird von einem 80 mm Lüfter gekühlt. Auffällig ist ebenfalls der relativ große Passiv-Kühlkörper auf der Northbridge. Dieser wird hauptsächlich aufgrund der integrierten Grafik benötigt welche zusätzliche Abwärme produziert. Neben einem CPU-Lüfter befindet sich nur noch ein weiterer Lüfter im Netzteil. Trotz der zwei Lüfter im kompletten Barebone, ist der AOpen EZ661-T(D) sehr leise. Beim arbeiten am Computer merkt man lediglich ein angenehmes Surren und keine nervtötenden Laufgeräusche der Lüfter.
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