
Auch Innen ist der Barebone sauber und ordentlich verarbeitet worden. Aufgrund des geringen Platzes stören zwischendurch einige Kabel. Der Aopen MZ915-M ist zusätzlich mit einem PCI Slot und einem PCI-Express x16 Slot ausgestattet, der z.B. den Einbau von besseren Grafikkarten ermöglicht. Allerdings muss man hier darauf achten, dass man Grafikkarten mit halber Höhe bekommt, da ein Modell mit normaler Größe auf keinem Fall hineinpasst. Leider fehlte uns solch eine Grafikkarte, mit welcher man das System sicher in eine kleine und leise Spielmaschine verwandeln könnte. Am Rahmen angeschraubt ist der interne Spannungswandler mit der Stormversorgung für alle Geräte. Die Spulen sind zwar offen, aber da man den Stecker vor dem öffnen herausnehmen muss, besteht keine Gefahr.

Der Laufwerksrahmen kann zur einfacheren Montage herausgenommen werden. Das Slim-Line Laufwerk wird durch winzig kleine schrauben befestigt, hier ist ein magnetischer Schraubenzieher von Vorteil. Die Festplatte ist vom restlichen Rahmen schallentkoppelt, wird aber Kopfüber am Rahmen angeschraubt. Kleinere Probleme hatten wir dann beim schließen des Gehäuses, da die vielen Kabel - besonders der Stromadapter und der S-ATA Anschluss für die Festplatte -, im Weg sind. Unter dem Laufwerksrahmen sind die beiden Speicherbänke für DDR2 Module, die allerdings nicht Dualchannel fähig sind.

Das Mainboard im Flex-ATX Format ist für den Intel mobilen Prozessor Pentium M konzipiert, weshalb der Stromverbrauch und die Wärmeentwicklung sehr gering sind. Der Sockel 479 muss mit einem Schraubenzieher geschlossen werden, da es sich um eine hebellose Variante handelt. Der Pentium M Prozessor kann besonders durch die hohe Rechenleistung bei geringem Stromverbrauch überzeugen, und erreicht fast Pentium 4 ähnliche Benchmarkwerte. Im Aopen Barebone kann man auch die 400MHz FSB Varianten einbauen, unter anderem auch die Low Voltage Versionen und die günstigeren Celeron M Varianten.
Der Intel i915GM Chipsatz liefert mit der Intel GMA900 Grafikeinheit gute Werte und ist DirectX9 kompatibel, allerdings eignet sie für aktuelle Spiele nur wenig und daher mehr für Office und Media Center Aufgaben zu empfehlen. Erstaunlich finden wir, dass im Aopen MZ-915 insgesamt vier Serial-ATA Anschlüsse vorhanden sind, obwohl laut Chipsatzspezifikationen nur zwei zur Verfügung stehen sollten. Der Intel HD-Audio wurde mit dem Realtek HDA Audio Chip ersetzt, der sehr gut funktioniert ist und mit einer guten Software gebundelt ist.

Zur Kühlung der CPU hat Aopen die Pentium 4 Halterungen integriert, um einen normalen Kühlkörper einzubauen. Der 60mm Lüfter bläst die Luft quer zum Gehäuse durch, und ist sehr leise, erzeugt allerdings einen leicht wahrnehmbaren hochfrequenten Ton. Die Temperaturen im Gehäuse waren auch nach vielen Stunden Burn-In Test immer im grünen Bereich. Der Chipsatz ist auch passiv gekühlt.
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