
Der Mac mini ist eigentlich nicht gedacht, vom Endkunden geöffnet zu werden, weshalb auch keine Schrauben vorhanden sind. Der Unterbau ist im Gehäuse mittels Halteklammern befestigt, mit einem dünnen und scharfen Spachtel kann man diese arretieren, danach lässt sich der Mac mini öffnen. Der Aufbau der gesamten inneren Struktur ist sehr aufwendig und kompliziert, viele kleine Schrauben müssen geöffnet werden. Wir raten jedem nicht sehr erfahrenen Benutzer davon ab, den Mac mini zu öffnen, da dabei die Garantie erlischt.
Ganz oben befindet sich das Slot-In CD/DVD Combolaufwerk oder der DVD Brenner. Auf den beiden Ecken davon ragen kleine Module heraus, die die Acryloberfläche des Apple Mac mini berühren. Dies sind die Antennen für das Apple Airport WLan und das Bluetooth Modul.

Die 2,5 Zoll Festplatte liegt gleich unterhalb vom CD/DVD Laufwerk auf der gleichen Ebene mit dem Gehäuselüfter. Mit maximal zwei So-DDR2 667 Modulen kann der Mac mini ausgestattet werden. Apple bestückt sowohl die Core Solo als auch Core Duo Version mit 2x 256MB Modulen, das Aufrüsten sollte man sich vor dem Kauf überlegen, da es nur direkt von Apple oder einem autorisierten Apple Fachhändler durchgeführt wird. Obwohl es sich hier um einen PC mit Intel Komponenten handelt, hat Apple nicht ein Intel WLan Modul eingebaut, sondern den eigenen Apple Airport Extreme mit einer Datenrate von 54Mbit/s, allerdings war die Performance und Verbindung zum Hot-Spot mangelhaft und deutlich unter dem Durchschnitt.

Das Mainboard des Apple Mac mini ist sogar kleiner als ein Mini-ITX Mainboard und weist eine Kantenlänge von nur 15cm auf. Im Gegensatz zu früheren Apple Systemem und dem alten Mac mini, ist hier kein G4 oder G5 PowerPC Prozessor von Motorola/IBM mehr eingebaut. Aufgrund von Produktionsschwierigkeiten dieser PowerPC Prozessoren Seitens IBM, entschloss sich Apple, radikal auf die Intel Prozessor-Technologie umzusteigen. Durch aktuelle Dualcore Prozessoren erreichen diese neuen Mac Systeme eine bis zu 4x höhere Performance (Core Duo Modell) als herkömmliche G4 Systeme, vorausgesetzt die Software ist für x86 Prozessoren optimiert. Das neue Mac OS X 10.4 und die meisten Apple Programme aus iLive, itunes und Quicktime sind dafür schon optimiert worden. Grafikprogramme von Adobe z.B. werden gerade umgestellt und sind noch nicht für die x86 Intel Technologie kompiliert worden. Noch nicht umgstellte Programme können immerhin mit dem Kompatibilitätstool Rosetta betrieben werden, allerdings ist die Performance stark reduziert ist erreicht nur in etwa die Hälfte des G4 Modells. Hier gilt es noch kurz zu warten, bis die Software umgestellt wird, um die Intel Core Technologie richtig ausreizen kann.
Den neuen Apple Mac mini gibt es nun in zwei unterschiedlichen Ausstattungen: das günstigere Modell für 650 EUR ist mit dem Intel Core Solo Prozessor ausgestattet, der nur einen einzelnen Prozessorkern besitzt und mit 1,5GHz getaktet ist. Das teure Modell für 850 EUR ist hingegen mit dem Intel Core Duo Prozessor ausgestattet, dessen beide Kerne mit 1,66GHz getaktet sind und besonders bei Multitasking Ihre ganze Leistung entfalten können. Bei Software, die für mehrere Prozessoren ausgelegt ist, erreicht das Core Duo Modell beinahe die 2-fache Performance des Core Solo Modells.

Auch das Kühlsystem des neuen Apple Mac mini kann sehr überzeugen und ist sehr leise. Vergleicht man es mit anderen Mini-PCs oder dem alten Mac mini oder Mac cube, so ist diese deutlich effizienter und leiser. Ein 60mm Radiallüfter saugt die Luft im Gehäuse an und bläst sie direkt durch den Aluminiumkühler des Prozessors durch und dann hinaus. Selbst unter permanenten Volllast - sprich maximale Auslastung von CPU, Grafik, Festplatte, DVD Laufwerk - dreht sich der Lüfter nur minimal schneller. Der Chipsatz wird passiv gekühlt, und der Prozessorkühler ist zusätzlich mit einem Temperaturfühler ausgestattet, der den Lüfter steuert.
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