
Der Aufbau des Mainboards ist sehr übersichtlich. Avalue setzt hierbei auf SO-DIMM und kann damit zwei Steckplätze für Arbeitsspeicher integrieren, was einen maximalen Ausbau auf 2GB des Arbeitsspeicher zulässt. Dabei befindet sich eine RAM Bank auf der Oberseite und die andere auf der Unterseite des Mainboards. Des Weiteren findet man auf der Unterseite den integrieren CompactFlash Cardreader. Auch sonst glänzt das Mainboard mit einer guten Ausstattung. So bietet es zwei Gigabit Netzwerkschnittstellen (von Marvell) und insgesamt acht USB 2.0 Ports. Dass Avalue nicht primär für Endkunden entwickelt, merkt man schnell, wenn man sich die weiteren Eckdaten dieses Mainboards anschaut: 4 Serielle Ports und ein LPT Anschluss, wie auch LVDS und der optional integrierte TouchScreen Controller zeigen deutlich die industriellen Wurzeln des Mini-ITX Mainboards. Zur Erweiterung stehen ein PCI- und ein Mini-PCI-Steckplatz zur Verfügung.

Als Chipsatz kommt der Intel 915GM zum Einsatz, welcher den aktuellsten für Pentium M Prozessoren verfügbaren Chipsätze darstellt. Mit der integrierten Grafik (Intel GMA900) lassen sich zwar keine aktuellen 3D Shooter spielen, für ältere Spiele oder einfache 3D Anwendungen reicht er aber allemal. Zu den Intel Chipsätzen gesellt sich noch ein VIA Chipsatz für die Musikwiedergabe, der auch 5.1 Kanal Sound unterstützt.

Als Prozessor kann ein Intel Pentium M oder aber auch ein Intel Celeron M eingesetzt werden. Auf diesen Prozessor sind wir in bisherigen Testberichten bereits detailliert eingegangen. Avalue lieferte einen passenden Kühlkörper samt 40mm Lüfter mit. Dieser ist zwar leiser, als der sonst von uns eingesetzte Coolermaster, insgesamt aber immer noch deutlich zu hören und lauter als beispielsweise der Lüfter von AOpen Mini-ITX Mainboards. Dafür ist die Kühlleistung mehr als in Ordnung, der Prozessor wurde nie richtig heiß. Eine im BIOS integrierte Lüfterregelung fehlte leider. Traurig war auch, dass die SpeedStep Technologie nicht einwandfrei unterstützt wurde, so funktionierte das Absenken des Prozessortaktes erst nach Anwendung von RightMark CPU Clock Utility.
|