
Vom Layout und der Farbgestaltung des CN700-I7 Mini-ITX Mainboards erkennt man sofort, dass es von einem Hersteller stammt der hauptsächlich im Retail-Markt tätig ist und Desktop Mainboards baut. Alle Komponenten wurden einfach und leicht zugänglich positioniert. In der Mitte dominiert der große Aluminium Kühler, der sowohl CPU als auch Chipsatz abdeckt.
Von den Anschlüssen her ist dieses Mini-ITX Mainboard dann doch mehr für die Industrie gedacht: 2x PS/2 für Maus und Tastatur, COM, VGA, 2x Netzwerk und 4 USB Anschlüsse sowie die Audio Ausgänge. Für ein paar Ausgänge mehr wäre noch Platz übrig gewesen, doch Biostar hat diesen nicht ausgenutzt. Sehr interessant sind die beiden Video Ausgänge, mit denen man einen normalen Fernseher anschließen kann. Das lässt vermuten, dass das CN700-I7 auch für den Multimedialen Bereich konzipiert ist. Biostar gibt auf der Homepage sogar an, dass die Ausgänge HDTV fähig sind. Die Testergebnisse ergaben jedoch, dass das Mainboard wegen der geringen Performance des VIA C7 Prozessors ausschließlich für Office Arbeit und die DVD-Wiedergabe verwendet werden kann. HDTV Videos werden leider nicht flüssig wiedergeben. Der Chipsatz hätte zwar gewisse Decoderfunktionen, doch der Hersteller VIA bietet dafür noch keine richtigen Treiber an.

Das Biostar Mainboard wird über ein Standard ATX Netzteil mit 20 Pin Stecker versorgt. Auf der anderen Seite des Mainboards befindet sich ein PCI Slot für Erweiterungskarten und mittig vor dem Kühler ein LVDS Anschluss, mit dem sich digitale Displays ansteuern lassen. Zur Rückseite hin sind zwei S-ATA Ports vorhanden, die sich auch im RAID-Verbund betreiben lassen. Einen normalen IDE Anschluss gibt es auch noch, dazu legt Biostar sogar ein spezielles ATA Kabel bei, auf dem sich 3,5" Festplatten oder ein DVD Laufwerk, aber auch SlimLine Laufwerke (2,5" Festplatte und SlimLine DVD-Brenner) anschließen lassen. Der Arbeitsspeicher ist allerdings durch einen einzigen DDR2 Slot eher limitiert. Daher sollte man schon zu einem großen Speicherriegel greifen, damit das Betriebsystem ausreichend Ressourcen hat.

Als CPU ist hier ein VIA C7 Prozessors verbaut, der bei 1GHz Prozessortakt nur 9Watt Strom verbraucht und deshalb auch passiv gekühlt werden kann (sprich ohne einzigen Lüfter). Das System ist daher absolut leise. Wer es in ein Gehäuse baut, sollte trotzdem für eine gute Luftzirkulation sorgen, damit die Komponenten nicht überhitzen. Denn der Prozessor erreicht auch schon ohne Gehäuse eine Temperatur zwischen 55 und 60° Celsius.
Von der VIA C7 CPU darf man sich nicht viel erwarten, denn im Vergleich zu Intel und AMD Prozessoren ist die Leistung ein Bruchteil davon. Sie reicht aber aus für kleinere Office Arbeiten, das Ansehen von DVDs und Hören von Musik sowie den Einsatz in Server, die nicht großen Rechenaufgaben ausgesetzt sind. Der Prozessor hat auch die Technologie Cool'n'Quiet (wie bei AMD Prozessoren) integriert, die die Taktfrequenz von 1GHz auf 800 MHz reduziert. Allerdings konnte keine Minderung des Stromverbrauches registrieren werden. Daher macht die Funktion irgendwie auch keinen Sinn. Vom Stromverbrauch her liegt das VIA System gleich auf mit Intel Pentium M und Core 2 Duo Lösungen, nur unter Volllast beweist sich der VIA Prozessor als der Sparendere, erreicht aber ganz klar nicht die Leistungswerte eines Intel Systems. Ein Vorteil von VIA Mainboards liegt auch darin, dass die CPU bereits integriert ist und daher nicht gekauft werden muss. Des weiteren integriert der VIA C7 gewisse Features wie die PadLock Security Engine.
Der Grafikchip, der im VIA CN700 Chipsatz integriert ist, hat mittlerweile schon viele Jahre hinter sich... VIA hat seit über 4 Prozessor- und Chipsatzgenerationen den Grafikchip nicht aktualisiert, weshalb er für 2D-Applikationen zwar ausreicht, aber bei 3D völlig ungeeignet ist. Spielen kann man damit nicht.
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