
Im Inneren macht der Biostar iDeq 330G einen ordentlichen Eindruck. Zwar sind die Kabel nicht unbedingt vorbildlich verlegt, wie man es von anderen Herstellern inzwischen schon gewohnt ist, aber dennoch bemerkt man dass Biostar sich Mühe bei der Umsetzung gibt. Erfreulich ist, dass Biostar für S-ATA Nutzer schon vorgesorgt hat. Daten und Stromkabel wurden bereits im Vorfeld verlegt und müssen nicht unnötig durch das ganze Gehäuse gelegt werden. Ebenso wurde ein IDE Kabel für und das nötige Stromkabel zum 5,25 Zoll Slot vorverlegt. Durch die aufwendige Kühltechnik und die Tatsache dass Biostar auf dem Mainboard den PCI-E Sockel nicht am Rand verbaut hat, kann es für breite Grafikarten sehr eng werden. Dies sollte vor dem Kauf einer Erweiterungskarte berücksichtigt werden.

Der Laufwerkskäfig des Biostar iDeq 330G ist ziemlich gut ausgeklügelt. Betrachtet man die Tatsache dass Biostar dem Kunden die Möglichkeit eröffnet, den kompletten Barebone nach oben klappen zu können um an die Hardware zu kommen, muss man hier ein Lob aussprechen. Der Laufwerkskäfig an sich besteht aus einem 5,25 Zoll und zwei 3,5 Zoll Schächten wobei die 3,5 Zoll Schächte separat durch Lösen einer Rändelschraube abnehmbar sind.

Das im Biostar iDeq 330G verbaute Mainboard ist eine solide Grundlage für alle Anforderungen. Der Intel 915G Chipsatz, der bei Intel unter der Kategorie 'Mainstream' angeboten wird, ist zwar nicht die neueste Errungenschaft aber dennoch ausreichend für das, was am Massenmarkt gefordert wird. Neben der Unterstützung von Dual Channel Ram, Serial ATA (150 MB/s), USB 2.0 und PCI Express (max. 4 GB/s), bietet der Intel 915G Chipsatz eine integrierte Grafiklösung. Der Intel Graphics Media Accelerator 900 (Intel GMA 900) erfreut den User mit DirectX 9 Unterstützung, Dynamic Video Memory Technology (DVMT) 3.0 zur Optimierung und individuellen Anpassung des Grafikspeichers und Open GL 1.4. Damit belegt er zwar keinen Platz in den oberen Rängen der Grafikkarten, aber dennoch sollten diese Features für Officeanwendungen und kleinere Spiele ausreichen. Erfreulich am Intel 915G Chipsatz ist ebenfalls, dass er Unterstützung für den LGA 775 CPU Sockel bietet. Somit kann der Endnutzer einen CPU aus der Intel Celeron D oder Intel Pentium 4 Serie auswählen, welche zwar durchaus leistungsstark und momentan auch sehr günstig sind, dafür aber einen sehr hohen Energieverbrauch haben und viel Wärme abgeben.

Wie schon erwähnt hat sich Biostar bei der Kühlung des iDeq 330G durchaus Gedanken gemacht. Durch einen 92mm Lüfter wird an der Vorderseite des Barebones Luft angesaugt und ein Luftstrom an der CPU Heatpipe erzeugt. Hinter diesem befindet sich ein aus Kunststoff gefertigter konischer Kanal welcher die Luft am Chipsatzkühler vorbei und zu einem an der Hinterseite des Barebones befestigten Radiallüfter leitet. Dieser befördert die inzwischen warme Luft schlussendlich aus dem Barebone. Vorteil bei dieser Kühltechnik ist, dass die wichtigsten Komponenten im System effektiv gekühlt werden können und die warme Luft umgehend aus dem Barebone gefördert wird. Der Nachteil hingegen ist aus unserer Sicht zum einen, dass Komponenten wie die Festplatte, die nicht direkt in diesem Luftstrom sind, nicht gekühlt werden und zum andern, dass der verbaute Radiallüfter verhältnismäßig laut ist. Um die Lüfterlautstärke wenigstens etwas in den Griff zu bekommen, stellt Biostar das mitgelieferte Tool 'System Control Utility' zur Verfügung. Mit Hilfe von diesem Tool kann die Lüfterdrehzahl auf ein Minimum verringert werden und wird bei Bedarf automatisch angehoben.
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