Bei den vielen Produkten die Acer anbietet, kann man leicht einiges durcheinander bringen. Acer war genauso wie letztes Jahr im Planet Reseller zu finden, also direkt in der Businessbranche unter den Distributoren, die die Acer Produkte vertreiben. Acer selbst bietet ja überhaupt keinen direkten Verkauf an, sondern vertreibt die Produkte nur über Distributoren und andere Verkaufsketten. Acer ist mitunter einer der fünf größten Notebookhersteller, und hat im letzten Jahr radikal das Design der eigenen Produkte verändert. Ok, zugegeben, Acer selbst ist nicht der eigentliche Hersteller aller Notebooks, sondern lässt auch extern fertigen. Allerdings ist Acer vielleicht einer der wenigsten Anbieter, dessen "corporate design" auf allen Produkten erkennbar ist.

Dieser neuer 12" Tablet PC ist der Nachfolger des C100 Modells. Vor kurzem hieß es ja noch, dass man sich aus dem Geschäft der Tablets zurückziehen wolle, nun hat Acer das Nachfolgemodell doch noch fertig gestellt. Da sich Acer Notebooks auch leicht individuell anpassen lassen bzw. in verschiedenen Konfigurationen angeboten werden, ist es etwas schwierig, hier auf die genauen Spezifikationen einzugehen. Das C204TMI z.B. besitzt einen Intel Pentium M 760 Prozessor mit 2GHz und 533MHz FSB, Intel 915PM Chipsatz und nVidia GeForce Go 6200 Grafik. Dazu sind noch 2x 512MB DDR2 Speicher, eine 100GB Festplatte sowie ein DVD Brenner eingebaut. Um das Angebot noch attraktiver zu machen gibt es dazu einen integrierten 4 in 1 Card Reader sowie Fingerprint Sensor, und das ganze für ca. 2600 EUR. Die günstigeren Modelle sind allerdings mit der Intel integrierten GMA900 Grafik ausgestattet. Der Bildschirm lässt sich nach hinten arretieren, sodass man zusätzlich zur Stifteingabe auch mit der Tastatur arbeiten kann. Die Akkulaufzeit wird mit ca. 6 bis 8,5h je nach Modell angegeben, das Gewicht beträgt ca. 2kg. Das Preis-Leistungsverhältnis scheint uns mehr als angemessen zu sein.

Neu ist auch der Acer Travelmate C310, ein Convertible mit drehbarem 14" Display und Stifteingabe. Auch diese Produkt richtet sich an den Businesskunden, und ist mit einem Intel Pentium M mit Intel 915GM / PM Chipsatz ausgestattet. Die besseren Varianten arbeiten mit einer nVidia GeForce Go 6200 Grafik. Die restliche Ausstattung ähnelt sehr dem Acer TravelMate C200 Tablet PC. Das besondere an diesem Modell ist, dass es sich um den ersten TabletPC mit 14" Display handelt. Das Gewicht wird mit 2,9kg angegeben.

Ein Highlight ist sicher auch der neue Acer TravelMate 3010, das erste Subnotebook von Acer, welches bereits mit dem neuen Intel Core Duo Prozessor ausgestattet ist und ca 1900 EUR kostet. Dazu gibt es eine S-ATA Festplatte bis zu 100GB und einen externen DVD Brenner. Das Gewicht wird mit 1,5kg angegeben, das Display weist eine Auflösung von 1280 x 800 Pixeln auf. Integriert ist auch eine Videocamera, die Voice und Video over IP ermöglicht. Die Technologie DASP+ schützt bei diesem Subnotebook die Festplatte bei raschen Bewegungen, sodass die Leseköpfe die einzelnen Datenplatten nicht beschädigen können.

Unter 2kg wiegt das neue Acer TravelMate 3300, Acers erstes 14" Notebook mit Widescreen Display. Das TravelMate 3300 ist mit Intel Pentium M und Intel GMA900 Grafik ausgestattet, die Preise dürften bei 1200 bis 1500 EUR liegen. Der Bildschirm weist eine Auflösung von 1280 x 800 Pixeln auf, das DVD Laufwerk ist allerdings nur extern.

Das Travelmate 2420 ist auch ein 14" Notebook, wird allerdings mit dem Intel Celeron M Prozessor ausgestattet und richtet sich wegen dem günstigen Preis von 800 bis 900 EUR vor allem an Studenten, die ein mobiles Gerät haben wollen. Das Gewicht liegt bei 2,3 kg inkl. DVD Laufwerk, die Akkulaufzeit ist mit 2,5h etwas schwach.
Die 4200 Serie hingegen ist ein deutlicheres Business Gerät mit 15,4" Display, der Prozessor ist ein Intel Core Duo, und beim Chispatz wird der Intel 945GM und 945PM verwendet. Die besseren Varianten besitzten einen nVidia GeForce Go 7300 Grafikchip, weshalb sie sich auch sehr gut zum Spielen eignen.
Business pur ist das TravelMate 8200 mit Intel Core Duo Prozessoren, 945PM Chipsatz und ATI Mobility Radeon X1600 mit 512MB Grafikspeicher. Das 15,4" Display ist mit seinen 1680 x 1050 Pixeln hochauflösend. Die Speicherausstattung dürfte bei 1GB DDR2 Speicher starten und lässt sich bis auf 4 GB erweitern, 1,3 MPixel Camera sowie 5 in 1 Cardreader sind direkt eingebaut. Das Gehäuse ist in Carbonfaser gefertigt, und die DASP+ Technologie schützt die Festplatte vor Schäden. Bluetooth ist auch vorhanden, eine Dockingstation ist optional. Das TravelMate 8200 dürfte auch eine integrierte Alarmfunktion (Anti-Theft) besitzen, welche einen Ton von sich gibt, wenn das Notebook gesperrt wurde und dann bewegt wird.

Auf die ganzen Aspire Modelle können wir gar nicht eingehen, da es einfach zu viele sind. Im Gegensatz zur TravelMate Serie, die ausschließlich mit Intel Prozessoren ausgestattet sind, besitzen die Produkte aus der Aspire Serie sowohl Intel Prozessoren (Pentium M, Core Duo) als auch AMD Prozessoren (Mobile Sempron, Turion 64). Das Acer Aspire 3000 mit AMD Sempron und 15,4" Display kostet z.B. nur 800 EUR, das Acer Aspire 5000 mit AMD Turion 64 knapp 1000 EUR. Das Aspire 5030 ist hingegen ein 14" Notebook mit AMD Turion 64 Prozessor und ATI Mobility Radeon X700 und kostet ebenfalls knapp 1000 EUR. Das Acer Aspire 5020 mit AMD Turion 64, 15,4" Display und ATI Radeon X600 variiert zwischen 1200 und 1300 EUR. Mit Intel Prozessoren gibt es in dieser Kategorie das Aspire 1650 mit 15,4" Display und kostet zwischen 1100 und 1300 EUR. Das Aspire 5670 ist das einzige, welches bereits mit dem neuen Intel Centrino Duo ausgestattet ist. Das Display ist wiederum ein 15,4" Widescreen, die Grafik allerdings eine starke ATI Mobility Radeon X1400, mit der man auch super spielen kann. Der Preis ist mit 1400 EUR nicht sehr hoch.

Die Serie 9500 ist das erste 17" Notebook von Acer. Ausgestattet wird es mit dem Intel 915PM Chipsatz, als Grafikchip findet eine ATI Mobility Radeon X700 ihren Einsatz. Das Display ist mit 17" zwar groß, die Auflösung mit 1440 x 900 Pixel nur mittelmäßig. Dafür kostet dieses Desktop Replacement auch richtig wenig. Der günstige Preis liegt bei 1100 EUR für die Variante mit Celeron M 370 1,5GHz Prozessor, 512MB DDR Speicher, 80GB Festplatte und DVD Brenner. Hier wird allerdings der Intel GMA900 Grafikchip verwendet. Die Modelle mit Pentium M und ATI X700 Grafik dürften in etwa bei 1300 bis 1500 EUR liegen. Der Acer Aspire 9500 ist vielleicht sogar in unterschiedlichen Chassis-Farben zu haben, wie z.B. in der ausgestellten "weinrot" Version.

Das Acer Ferrari 4000 entstand aus der Kooperation zwischen Acer und dem Formel 1 Team Ferrari. Übrigens hat Acer für diese Saison die Partnerschaft mit Ferrari verlängert und ist weiterhin Sponsor dessen Formel 1 Mannschaft. Das Gehäuse aus Kohlefaser und das kräftige Rot erinnern ganz klar an den vielen Ferrari Fahrzeugen, die allesamt in diesem Material gefertigt sind und meistens dieses lebendige Rot tragen. Nicht ganz so prächtig sieht es mit den Spezifikationen aus: im internen werkelt ein AMD Turion 64 zusammen mit einem ATI Radeon Xpress 200 Chipsatz und ATI Radeon X700 Grafik. Das 15,4" Display weist eine Auflösung von 1680 x 1050 Pixeln auf, die leicht günstigere Version hat nur 1280 x 800 Pixel. Hoffentlich gibt es bald ein Update, wenn AMD die neuen Dualcore Mobilprozessoren vorstellen wird. Denn der Mitbewerber Asus hat mit dem Lamborghini Notebook einen starken Rivalen präsentiert.
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Am Acer Stand war auch ein kleiner Pocket Beamer ausgestellt, der mit LEDs ausgeleuchtet wird. Ähnliche Systeme gibt es von Samsung und BenQ. Die Auflösung liegt bei 1024 x 768 Pixel, die Helligkeit wird mit 1600 ANSI Lumen angegeben. Das Gewicht ist mit 1 kg natürlich ultra leicht, wodurch man das Gerät praktisch überall mitnehmen kann. Fehlt wohl nur ein Akku, mit dem man den Beamer auch noch mobil ohne Steckdose betreiben kann. Allerdings ist der Acer PD322 Pocket-Beamer nicht ganz lautlos, da ein kleiner Lüfter trotzdem eingesetzt wurde.

Von Acer gibt es auch neue Pocket PCs, manche mit integriertem GPS Empfänger, sodass man sie als Navigationsgeräte im Fahrzeug verwenden kann. Das Acer n311 hat z.B. einen nVidia GoForce 4000 Grafikchip und integriertes WLan, das n30 ist ein günstiger Pocket PC mit optional erhältlichem Bluetooth GPS Empfänger, die etwas bessere Version n35 hat den Empfänger direkt integriert und unterstützt TMC zur Anzeige von Unfällen und Staus. Eine dedizierte Naviationslösung für das Fahrzeug wird mit der d150 Serie auch angeboten.
Die Notebookvielfalt von Acer hat uns wirklich erstaunt. Kein Wunder, dass Acer im europäischen Raum der drittgrößte Notebookanbieter ist. Würden wir alle neuen Produkte testen wollen, so müssten wir bei MiniTechNet nur für Acer fünf neue Redakteure anstellen. Sehr schön finden wir das Corporate Design, welches auf jedem Notebook wiederzufinden ist. Allerdings übertreibt es Acer etwas zu viel, da alle Notebooks fast gleich aussehen. Man könnte zumindest durch zwei unterschiedliche Designs die Business von den SOHO Geräten mehr unterscheiden, und doch einige gemeinsame Designelemente verwenden um das Corporate Design beizubehalten. Ein reines Chaos ist die Produktbezeichnung, die überhaupt nicht auf Produktart, Bildschirmgröße oder Spezifikationen schließen lässt.
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