Die Iwill Corporation ist einer der führender Anbieter für innovative multiprozessor Server Mainboards und hochleistenden Barebone Systeme zum Einsatz in einer Cluster Umgebung. Iwill war unter anderem der erste Anbieter eines Mainboards mit DDR Unterstützung und erster Anbieter eines dual Intel Pentium III Xeon Prozessor auf einem workstation Mainboard. Iwill war und ist immer noch Anbieter von Mini-Barebone Systeme(n), auch wenn sich in diesem Bereich einiges geändert hat. Vor über einem Jahr bot Iwill auch Mini-Barebones für Privatkunden an, bis man das Team für diese Consumer Produkte umstrukturierte und sich dann nur noch auf Server fokussiert hat. Ein einziger Mini-Barebone blieb damals übrig: das multiprozessorfähiges System für AMD Opteron Prozessoren, das unter dem Namen Iwill ZMAXdp bekannt war.

Der ZMAXd2 ist Iwill's letze Server-Mini-Barebone Errungenschaft. Es handelt sich dabei um ein Barebone System für zwei Opteron Prozessoren, die zudem Dualcore fähig sein können. Damit hätte man physisch 4 Pozessoren in einem kompakten Gehäuse, die gemeinsam rechenintensive Aufgaben bewerkstelligen können. Der Opteron Prozessor für Sockel 940 ist AMDs Server Prozessor, verbunden werden beide Prozessoren mittels einem 2x HyperTransport Link. Damit ermöglicht Iwill, dass sich die Prozessoren nicht gegenseitig ausbremsen und rascheren Zugriff auf den Speicher haben. Der Chipsatz stammt von nVidia und ist der nForce 4 Pro 2200MCP, der bereits 2 PCI-Express Schnittstellen unterstützt, wodurch man sogar zwei nVidia Grafikkarten im SLI Modus betreiben kann. Dazu gibt es auch die Unterstützung für 7.1 High Definition Audio. Leider sind nur zwei Speicherbänke vorhanden, wodurch die Speicherausstattung doch etwas beschränkt ist.

Mittels einem Hebelsystem lässt sich der Laufwerkskäfig hochklappen, sodass man die Prozessoren leichter einbauen kann. Etwas schade finden wir, dass nur 3 Festplatten Platz haben, weshalb man keine Raid 0+1 Lösung mit vier Festplatten anwenden kann, die im Serverbereich sicher wichtig wäre. Gekühlt werden die beiden AMD Opteron Prozessoren mittels einem Heatpipe-Kühlsystem. Da die Sensoren bei Opteron Prozessoren oft höhere Temperaturen anzeigen, hat Iwill weitere Temperatursensoren direkt im CPU Sockel integriert, um die Lüfterdrehzalen weiter zu reduzieren und damit auch den Geräuschpegel zu senken. Zwei Lüfter befinden sich zwischen Kühler und Netzteil. Das etwas herausragende Netzteil liefert 400W Leistung und kann damit ausreichend die beiden Prozessoren und die beiden Grafikkarten mit Strom versorgen. Der Iwill ZMAXd2 ist übrigens der einzigste Mini-Barebone, der über die Technologie Digital VRM für elektrolyt Kondensatoren verfügt. Mit dieser Technik sind die Kondensatoren hochwertiger, wodurch diese bei extrem starker Auslastung weniger anfällig für Ausbrennen oder Explodieren sind. Der ZMAXd2 ist seit diesem Quartal nun auch in Europa verfügbar, und wird z.B. von Piramid Computer vertrieben und soll in etwa 580 USD kosten.
Der ZMAXd2 ist wirklich ein Meisterwerk und ein reiner Server Barebone für workstation Aufgaben., wir können es kaum erwarten, solch ein System wirklich im Einsatz zu sehen. In Zukunft wird es ein DualCPU System mit Sockel F (oder Sockel L1) für AMDs neuen Opteron Dualcore Prozessoren geben. Der CPU Sockel ähnelt sehr stark dem Foxconn LGA775, der bereits für die neuen Intel Pentium 4 und Pentium D Prozessoren verwendet wird, nur dass er 1027 Pins besitzt. Die Vision von Iwill ist es, bald Small Media Business Server in Form von Mini-Barebones auf dem Markt zu bringen. Diese werden zudem mehr Speicher und Raid 0+1 unterstützen.
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