AOpen war dieses Jahr offiziell gar nicht auf der CeBit, den schönen Stand vom letzten Jahr hat man sich erspart, dementsprechend auch sehr viel Geld. Von ca. 500.000 EUR war die Rede, die der Stand im letzten Jahre gekostet hat... das ist natürlich nicht gerade wenig. Und diese Unsumme müssen ja erstmals wieder eingenommen werden.
AOpen wollte aber doch irgendwie da sein, um mit den eigenen Kunden und natürlich MiniTechNet über die Zukunft des Unternehmens sprechen zu können. In kleinen Räumlichkeiten einer Business Lounge konnten wegen Platzmangel nicht alle Produkte gezeigt werden, doch die Highlights waren da, an denen man auch gut erkennt, wohin AOpen gehen wird. Eins ist aber klar, AOpen verändert sich, und unter anderem wird es in Zukunft keine Grafikkarten mehr geben. Der Markt ist einfach zu umstritten.

Der AOpen MiniPC Duo hat sich sehr gut verkauft, sagte uns AOpen. Das Produkt sei bei den Kunden gut angekommen, und habe sich auch in Europa durchgesetzt, obwohl der erste Vertriebspartner Krystaltek Lynx im letzten Jahr pleite ging. Durch die Insolvenz von KLE hat AOpen auch die Strategie geändert: ursprünglich sollte das Gerät nicht als Barebone im Handel gelangen und nur als Komplettsystem durch den Partner KLE vertrieben werden. Für jede Region hatte AOpen einen passenden Partner. Durch die Umstände jedoch konnte AOpen neue Partner ausfindig machen, mittlerweile kann man den MiniPC auch als Barebone kaufen und in sich selbst nach eigenen Wünschen zusammenbauen.
Der neue MiniPC Duo 2 wurde leicht überarbeitet und ist nun offiziell auch Viiv ready und Vista kompatibel. Das Bios wurde für die Core 2 Duo Prozessoren fit gemacht, man kann nun zwei Speichermodule statt nur einen einbauen, und AOpen hat zwei weitere USB Schnittstellen an der Front untergebracht. Damit kam man MiniTechNets Feedback nach, da nur zwei USB im alten Modell einfach zu wenig waren. In Asien haben sich die farbigen Covers sehr gut platziert, in Europa leider noch nicht. Wir haben aber Druck gemacht, dass AOpen coole Covers auch für Europa verfügbar machen soll. Für MTN will uns AOpen auf jeden Fall ein oranges Cover schicken.

Der MiniPC von AOpen ist so gut, dass er mittlerweile für eine ganze Serie neuer Produkte verwendet wird. Das Mainboard und der Kühler wurden in einem kleinen und ganz einfachen Gehäuse eingebaut, das hauptsächlich für industrielle Anwendungen eingesetzt werden soll. Business Solution nennt AOpen diese Systeme, die so weit reichen, dass auch Fujitsu Siemens sie verwendet (mehr dazu im FSC CeBIT Bericht).
Die Grundlage des AOpen Beamers bildet der MiniPC Industrie-Variante und ein Projektor von Viewsonic. Das Konzept wurde auf Kundenanfrage entwickelt und befindet sich noch in einem Betastadium. Das System ist für vertikalen Einsatz konzipiert und projeziert mithilfe eines Spiegels das Abbild nach unten. Es ist hauptsächlich für Meetings und Präsentationen gedacht. Durch den Stiftes kann man den Inhalt direkt auf der Projektionsfläche schreiben. Ein Sensor erkennt die Position des Stift-Pointers, so ähnlich wie ein TabletPC, nur eben auf einer beliebigen Oberfläche.

Mit PanelPcs geht AOpen erstmals komplett neue Wege, wiederum in Richtung Business Solution. Die Grundlage bildet noch einmal die Hardware des Mini-PCs, das kleine Mainboard mit seinen 15x15cm ist dafür prima geeignet. Dazu kommt noch ein TFT Flachbildschirm mit 10,4", 15" oder 20" Widescreen Bilddiagonale mit Touchscreen. Besonders geeignet sind diese Systeme für Präsentationen in Firmen, denkbar ist der Einsatz des kleinen Displays auch in Fahrzeugen. An eine Ultra Mobile PC Variante arbeitet AOpen derzeit nicht.
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Biostar steigt aus, Shuttle ist nicht da... AOpen hält aber trotzdem am Mini-Barebone Konzept fest und ist mit Shuttle gleichauf. Leider waren keine Modelle ausgestellt, der Platz fehlte dafür einfach. Im Katalog konnten wir jedoch sehen, dass AOpen vor allem auf Windows Vista setzt. Das Modell EU965 (Intel 965G Chip für Intel Core 2 Duo und Intel GMA X300 Grafik) soll über das ganze Jahr durch im Mainstream Bereich platziert werden, ab dem zweiten Quartal wird die Variante Q dann auch Quad Core Prozessoren von Intel unterstützen. Eine Variante im EZ Design des gleichen Systems wird es auf jeden Fall auch geben. Ab Q3 folgt dann ein neuer Barebone EU35 mit Intels neuen Chip G35, ICH9 Southbridge und Realtek ALC888 High-Definition Audio Kontroller. Im Midrange Bereich wird die Variante P den EZ945-C ersetzten und ist dann auch Windows Vista Ready. Im Budget Segment wird ab Quartal 3 der EZ671 mit SiS 672FX Chipsatz den alten EZ661-D Mini-Barebone ersetzen. All diese Barebones sind für Intel Prozessoren ausgelegt. Die AMD Varianten scheinen ausgemustert worden zu sein, Pläne für die neuen AMD 690 Chips gibt es momentan noch nicht. Auch ausgelaufen ist die Cube-Mini Serie und die AV-MCE Varianten, die besonders für den Multimedia Einsatz konzipiert waren.

Auch die seit letztem Jahr verfügbaren Mini-ITX Mainboards von AOpen werden gut verkauft. Immerhin ist AOpen der einzige Hersteller, der Mini-ITX Mainboards für den Retail-Markt (Endkunden) anbietet. Das i945GMt Modell wird bis zum Quartal 2 dieses Jahres Vista Ready gemacht und ist im Midrange Segment angesiedelt. Ab Q3 gibt es hier auch interessante Varianten mit nVidia MCP61 Chipsatz sowohl für Intel als auch AMD Prozessoren. Für den High-End Bereich gibt es ab Q3 das neue Modell mit Intel 965GM Chipsatz und noch besserer Grafikeinheit (vermutlich Intel GMA X3100). Das Modell i915GMt läuft jetzt definitiv aus, ab Q3 gibt es ein neues Board für den Budget Bereich mit - interessanterweise - VIA VN896 Chip. In diesem neuen Vista Ready Mini-ITX Mainboard kann man dann sowohl Intel's mobile Core Prozessoren als auch den VIA C7-M Prozessor einbauen, der auch Sockel 479M kompatibel ist.
Das iDid i345 ist ein Bundle aus dem Mini-ITX Mainboard mit Intel 945GM Chipsatz und einem ganz einfachem Blechgehäuse, das jeder sich selbst zusammen bauen kann und besonders günstig sein soll.

AOpen hat uns in seinen Meeting Rooms das neue Mini-ITX Gehäuse gezeigt. Die Idee stammt eigentlich von einem asiatischen Essensgericht, bei dem mehrere Lagen übereinandergeschichtet werden, je nach Wunsch. Das Mini-ITX Gehäuse bietet ein Grundmodul mit Boden und Deckel. Wer jedoch eine Festplatte oder ein DVD Laufwerk integrieren will, kann den Deckel abnehmen und die entsprechenden Module dazwischenbauen. Danach wird der Deckel einfach darübergesetzt und fertig ist das neue Gehäuse. AOpen betonte, dass das Gehäuse besonders günstig sein soll, und wird in etwa 40 EUR kosten und Mini-ITX Systeme deutlich billiger machen. Wir haben AOpen auch empfohlen, Module zu entwickeln, mit denen man das gesamte System zu einem NAS umfunktionieren kann.
AOpen verändert sich, und das ziemlich stark. Grafikkarten gehören der Vergangenheit an, das Barebook's (Barebone Notebooks) wurde auch eingestellt, Desktop Mainboards und AMD Barebones sind ungewiss. Im Moment setzt AOpen sehr auf die Modt (Mobile on Desktop) Schiene, die von AOpen erfunden wurde. Der MiniPC rennt so gut, dass er bzw. die integrierte Technik zum zentralen Geschäft des Unternehmens geworden ist. AOpen hat sich im harten Kampf der Mini-Barebones noch rechtzeitig in die richtige Richtung ändern können. Trotzdem will AOpen Mini-Barebones anbieten, wenn auch nur für Intel Prozessoren. Wir sind sehr froh, dass AOpen diesen Bereich nicht auch aufgegeben hat, so wie dies die meisten anderen Anbieter getan haben.
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