Wie schon letztes war auch dieses Jahr AOpen nicht mit einem eigenen Stand vertreten, die CeBIT ist wohl viel zu teuer. Für Partner und Businesskunden hat sich AOpen jedoch ein paar Räume eingemietet und dort die letzten Produkte vorgestellt. Trotzdem merkt man ein wenig, dass das Unternehmen mit weniger Ressourcen auskommen muss. Denn die einstige Produktvielfalt bestehend aus Mainboards, Grafikkarten, Notebooks, Barebones und Mini-PCs hat sich stark reduziert, und das Unternehmen hat sich wohl auch mehr auf B2B und Industrielösungen spezialisiert.

Die einst recht große Auswahl an Mini-Barebones wurde stark eingeschränkt, mittlerweile gibt es nur noch ein paar Modelle, vermutlich mit Intel 965 und nVidia Chipsatz. Dafür gibt es mehr Gehäuse, auch wenn sie oft - so wie das G326 - sehr bullig und etwas übertrieben aussehen. Das modulare Gehäuse für Mini-ITX Mainboards soll jetzt bald in einer neuen Revision erscheinen und mehr Mainboards unterstützen. Ein Mini-ITX Gehäuse wird womöglich sogar einen herausziehbaren Einschub für eine Notebook Festplatte haben.
Im Bereich der Mini-ITX Mainboards hat AOpen nichts vorgestellt, was nicht schon bekannt gewesen wäre. Die beiden ausgestellten Mainboards haben wir bereits getestet und sind das AOpen i965GMt-LA für Intel Core 2 Duo CPUs und das AOpen nMCP68St-LA mit nVidia Chipsatz für AMD Athlon X2 Prozessoren. Das AMD Modell besitzt jetzt in der neuen Version endlich auch einen HDMI Anschluss. Eine Phenom Lösung wurde noch nicht gezeigt.

AOpen ist besonders durch den eigenen Mini-PC recht bekannt geworden, galt er damals doch als der Mac Mini Clone. AOpen hat den ersten Mini-PC aber stetig verbessert und hat als erster auch das Modell für die Intel Santa Rosa Plattform vorgestellt. Auf der CeBIT zeigte AOpen das allerneueste Modell MP45 vor, das auf die neue Intel Montevina Plattform basieren wird, die Intel noch in den kommenden Monaten ankündigen wird. Dieses System wird dann wohl der leistungsstärkste Mini-PC am Markt sein und die neuen Intel Penryn Prozessoren einsetzen. AOpen hat zudem neue Designkonzepte vorgestellt, wie die bedruckten Covers und ein Gehäuse aus Holz ganz im Humidor Stil.
Von Jahr zu Jahr hinterlässt AOpen den Eindruck, dass man sich aus dem Barebone Geschäft herausziehen wolle und mehr auf Business Solutions und Industrie setzen wird, was teilweise eh schon passiert. Der Mini-PC ist derzeit wohl AOpens stärkstes Bein im Consumer Segment. Wir freuen uns deshalb auf die Neuvorstellung von AOpens neuem MP45 Modell, würden uns aber eine breitere Produktpalette erwünschen. Hoffen wir, dass AOpen noch lange durchhalten kann, zumal die Konkurrenz im Mini-PC Geschäft durch die Muttergesellschaft Acer nicht gerade sanft ist.
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