
Der Aufbau des Mainboards ist übersichtlich, trotz der umfangreichen Ausstattung findet man sich leicht zurecht. Lediglich bei der Installation des CPU-Kühlers sollte man besonders vorsichtig verfahren, denn ein Kondensator wird bereits durch den Standardkühler in Bedrängnis gebracht (siehe Bild oben rechts). Zu der Ausstattung des Mainboards gehören zwei Bänke für DDR2 Speicherriegel (bis zu 2GB gesamt), vier SATAII Anschlüsse, ein IDE Anschluss und ein Slim-Floppy-Anschluss. Erweitern lässt sich das Mini-ITX Mainboard per Mini-PCI und per PCI-Express x16. Somit kann man neben einer WLAN Karte auch eine potente Grafikkarte nachrüsten. Interessant sind auch die Anschlüsse auf der I/O-Blende: Neben den üblichen zwei PS/2 Anschlüssen, dem VGA Port, zwei USB und Seriell Ports findet man ganze vier Gigabit-Netzwerkports.

Als Chipsatz kommt der sehr bekannte und beliebte Intel 945 zum Einsatz. Dieser hat sich bereits auf vielen Mini-ITX Motherboards bewährt und bietet eine sehr stabile und auch schnelle Grundlage. Da Commell ein reiner Hersteller industrieller Mainboards ist, macht es Sinn, hier auf eine Intel Lösung zu setzen, um Stabilität und Performance zu garantieren. Der Intel 945 besitzt eine integrierte Intel GMA950 Grafikeinheit, die zwar DirectX 9 Unterstützung bietet, aber für aufwendige 3D Applikationen wie beispielsweise aktuelle Computerspiele ungeeignet ist. Doch falls 3D Leistung benötigt wird, kann man hier ganz einfach eine leistungsstarke Grafikkarte per PCI-Epxress x16 nachrüsten.

Dieses Board setzt auf den Sockel 775 und unterstützt Intel Pentium D wie auch ältere Pentium 4 Prozessoren. Zu Vergleichszwecken haben wir einerseits mit Intel Pentium D (D820) und andererseits auch mit Intel Pentium 4 (640 - Prescott 2M) getestet. Der Intel Pentium D besitzt zwei Prescott Kerne auf einem Die und war quasi Intels erste Dual Core Desktop-CPU. Als Kühler wurde hier der Standardkühler von Intel benutzt. Wenn man einen genauen Blick auf das Motherboard wirft, fallen einem neben dem üblichem Chipsatzkühler (945G) auch kleinere Kühlkörper auf, diese kühlen einerseits die vier Netzwerkchips von Marvell und andererseits die Southbrigde ICH7R. Die Lüfterregelung funktionierte einwandfrei, so lief der CPU-Lüfter im Idle Modus etwas ruhiger.
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