
Das Commell LV-675D besitzt sehr viele Anschlüsse. Neben den externen Anschlüssen, zu denen unter anderem 1x S-Video und TV-Out, 1x Gigabit LAN, 1x LPT (Parallelanschluss), 1x SP/DIF und Firewire zählen, befinden sich intern sogar Anschlüsse für Infrarot, LCD (LVDS), slim Floppy und ein 44-pin Anschluss für 2,5 Zoll Notebook-Festplatten. Die Anordnung aller Komponenten erscheint sinnvoll und aufgeräumt. Wie von Commell üblich stet dem Mainboard ein recht großer Lieferumfang zur Seite, dazu zählen unter anderem CPU Lüfter, IDE Kabel, Adapter, DVI-Blende.

Trotz der umfangreichen Ausstattung fehlt ein S-ATA Anschluss. Auch die integrierte Intel Extreme Grafikeinheit ist nicht mehr zeitgemäß und entsprechend langsam. Dies liegt am verwendeten Chipsatz – hier kommt noch der etwas ältere Intel 845GV zum Einsatz. Derzeit aktuellere Chipsätze wie der Intel 915GM bieten wesentlich mehr Leistung.

Als Prozessor kommt entweder ein Intel Celeron M oder ein Intel Pentium M zum Einsatz. Der Intel Pentium M Prozessor stellt eine recht hohe Performance bei geringer Energieaufnahme zur Verfügung. Er ist nicht etwa ein abgespeckter Intel Pentium 4 Prozessor, sondern ein stark modifizierter Pentium III. Da er für den Einsatz in Notebooks konzipiert wurde, ist er auf möglichst geringen Energieverbrauch getrimmt. Er läuft wesentlich niedriger getaktet als ein Pentium 4 – erreicht aber fast die selbe Leistung. Ein Pentium M mit 1.6 GHz rechnet genauso schnell wie ein Pentium 4 mit 2,4 GHz (Northwood, FSB400, ohne Hyper-Threading). Takt und Kernspannung der CPU wird im laufendem Betrieb gedrosselt, wenn gerade nur wenig Rechenleistung gefordert wird (typisch sind 600 MHz) – Intel nennt diese Technik SpeedStep. Der Pentium M mit Dothan Kern hat ein TDP (Thermal Design Power) von 21 Watt.
Im Test verwendeten wir einerseits den mitgelieferten CPU-Kühler und den von Spectra zur Verfügung gestellten 40mm Coolermaster CPU-Kühler. Erschreckenderweise sind beide Lüfter extrem laut – für normales Arbeiten vor dem PC absolut ungeeignet. Deshalb haben wir außerdem ein Lüfteradapter und Papst 60mm Lüfter getestet, mit dem eine angenehme Geräuschkulisse erzielt werden konnte.
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