
Als wir das erste mal den Dell XPS M1210 gesehen haben, waren wir etwas geschockt, da er so massiv, fast protzig wirkt. Doch schnell gewöhnt man sich an das XPS Design und versteht auch bald, dass sich im Inneren Leistung pur entfalten wird. Und dann fängt man an denn Dell XPS M1210 zu lieben. Die Verarbeitung ist sehr gut und das Magnesium-Kunststoff-Gehäuse macht einen stabilen und massiven Eindruck. Die silbrige Farbe sieht gut aus, und die Kunststoffbedeckungen wurden vorbildlich lackiert. Die Lautsprecher befinden sich im Displaydeckel und liefern einen richtig "fetten" Klang. Damit übertrifft Dell viele andere Subnotebooks deutlich, und wem es dann noch an Bass fehlt, der kann die mitgelieferten In-Ear Kopfhörer verwenden, die einem geradezu das Trommelfell wegblasen könnten. Was die Audioschnittstellen betrifft, ist der XPS M1210 auch gut ausgestattet: Kopfhörer bzw. Lautsprecher, Bass und Surround-Lautsprecher sowie ein Mikrophon-Eingang. Wenn man alle 3 Anschlüsse verwendet, ist sogar 5.1 Kanal Sound möglich. Ein digitales Audiosignal ist hier nicht möglich, jedoch beim Video Ausgang.

Die Oberseite des Dell XPS ist schwarz-anthrazit gefärbt und ist leicht rau. Im geschlossenen Zustand sieht das Notebook richtig "wild und kräftig" aus, nach Hinten ragt der Hochleistungsakku heraus. Den M1210 kann man auf Wunsch auch mit integrierter Webcam bestellen. Die Kamera lässt sich um 180° schwenken und hat eine Auflösung von 1,3 Megapixel.

Auf der linken Seite befinden sich zwei USB Anschlüsse und das Modem. Der Video Ausgang kann sowohl ein S-Videosignal schicken als auch HDTV-Signal, doch eine entsprechende Kabelpeitsche fehlt. Hier kann auch ein digitales Audio-Signal angezapft werden.
Ein interessantes Feature ist der Wireless Sniffer, eine Ein- und Ausschalt-Taste für das Wlan Modul, mit dem man ohne das Betriebssystem zu booten nach einem HotSpot suchen kann. Die dazu gehörige LED ist farbkodiert (Grün-Gelb-Rot) und zeigt den verfügbaren WLAN Staus an. Er befindet sich auch auf linken Seite neben dem Video Ausgang.
Auf der rechten Seite ist der DVD-Brenner, gleich darunter ein 4 in 1 Card Reader, und dann noch zwei weitere USB Schnittstelle, ein 4 pol. Firewire Port und ein VGA Ausgang. Auf der Hinterseite des Subnotebooks befindet sich der LAN Anschluss.

Die Erweiterungsmöglichkeiten sehen auf dem ersten Blick wenig spektakulär aus. An der Unterseite des Notebooks kann man nur Festplatte und den zweiten Speicherbaustein wechseln. Doch beim Öffnen eines weiteren Schachts, erlebten wir den ersten Hit: das Subnotebook ist mit zwei Mini-PCI-Express Slots ausgestattet. Im ersten ist Platz für das WLan Modul, im zweiten für WWAN Modem, sprich ein Modem für flächendeckendes Internet über das Handy Netz. Dell bietet dafür ein HSDPA Modul an, welches auch alle darunter liegenden Übertragungsmodi wie UMTS, GPRS usw. unterstützt und eine Übertragungsrate von von bis zu 1800/384 Kbit erreicht. Dell bestätigte uns auch, dass die neuen Robsom Speichermodule (Intel Santa Rosa Spezifikationen) um Windows Vista zu beschleunigen, noch nicht (z.B. im WWAN Slot) eingebaut werden können, da der Chipsatz und das Bios dies nicht unterstützt.
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Unter dem Akku kann man die SIM Karte des Internetanbieters einbauen, wenn das WWAN Modem vorhanden ist. Wem der Standardakku mit 6 Zellen nicht ausreicht, kann auf ein größeres Modell zugreifen. Der 9 Zellen Akku mit 86 Wh ragt jedoch etwas aus dem Gehäuse heraus, damit erreicht man fast 5h Betrieb. Wir haben sogar zwei Akkus bekommen, in dem Fall kommen wir, " die Glückseligen", auf ca. 10h Laufzeit ohne Steckdose. Zu empfehlen ist auf jeden Fall der große Akku, da dieses Notebook viel Strom verbraucht.

Weiterer Hit: mit den bisherigen Aufrüstmöglichkeiten waren wir noch nicht ganz zufrieden. Doch wem der Dell Speicher mit fast 600 EUR für die 4GB zu teuer ist, kann sogar selbst upgraden. Denn hier kann man ganz einfach über 3 Schrauben die Tastatur abbauen, darunter ist nun der zweite Speicherslot zugänglich. An die CPU kommt man dann doch eher schwerer ran, doch auch die kann gegebenfalls ersetzt werden. Immerhin ist damit die Reinigung des Kühlers möglich. In Sachen Erweiterungsmöglichkeiten kann man dem Dell XPS M1210 jetzt volle Punktezahlen geben.
Weniger glücklich waren wir dagegen über die mitgelieferte Media Center Fernbedienung. Hier verwendet Dell einen riesigen, externen USB-Infrarotmpfänger, ein Verlängerungskabel mit einem zweiten Sensor ist auch dabei. Den hätte Dell aber besser direkt einbauen sollen. Und über die Microsoft/Philips Fernbedienung sind wir auch unzufrieden. Sie läuft zwar einwandfrei und perfekt mit der Media Center Software von Windows zusammen, passt aber weder von der Größe her, noch vom Design zum Dell XPS. Verständlich zwar, dass Dell aus Kostengründen darauf zurückgreift, doch eine eigene Fernbedienung, die im Express Card Slot verschwindet, wäre einfach eleganter. Wie Dell mitteilte, sei dies aber bereits in Planung.
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