Bei AMD handelt es sich um den zweitgrößten Prozessorhersteller weltweit. Das Unternehmen ist zwar wesentlich kleiner als sein Konkurrent Intel, konnte diesem aber in den vergangenen Jahren einiges an guten Produkten entgegen setzen. AMD war auch maßgeblich an der Entwicklung und Marktdurchdringung von 64-Bit Prozessoren und Zweikern-Prozessoren zuständig. Im letzten Jahr ist AMD aber vermehrt in eher negative Schlagzeilen geraten, da es teilweise starke Finanzierungsprobleme aufgrund der ATI-Übernahme gab und die Core-Produkte von Intel eine derart gute Performance bieten, mit der AMD meist nur schwer mithalten konnte.

Der Stand von AMD war recht übersichtlich gestaltet und bot die wichtigsten Informationen auf einen Blick. Besonders interessant war eine Wand voller AMD basierter Embedded Mainboards, dort waren vor allem viele Mini-ITX Mainboards mit AMDs 690er Chipsatz zu bewundern. Dabei fällt auf, dass mittlerweile nahezu jeder Hersteller ein AMD basiertes Produkt in seinem Portfolio bietet, eine Tatsache, die vor einem Jahr noch keine so recht wahr haben wollte. Damals konnten sich die meisten kein AMD basiertes Mini-ITX Mainboard vorstellen und schwörten auf Intel. Erfreulicherweise hat sich dieser Trend nun etwas gewendet. Die wichtigste Frage blieb jedoch auch auf der Embedded World nur halb beantwortet: wird es einen Nachfolger des 690er Chipsatzes auch im Embedded- und damit im Mini-ITX-Markt geben? Es wurde versichert, dass der Nachfolger (RS780) definitiv als Embedded Variante erscheint, doch welches Modell, ist bisher nicht sicher.
Neben aktuellen Prozessoren und Chipsätzen stellte man außerdem weitere Produkte auf AMD Basis aus. So konnte man UMPCs wie den RAON Everun sehen, oder dem OLPC für Dritte-Welt-Länder. Auch von DTX war etwas zu sehen, erste Produkte im DTX Format sollen dieses Jahr so richtig ins Rollen kommen, Mini-DTX hingegen scheint sich jedoch noch ein wenig zu verzögern. Ob sich aus dem DTX Format ein ernst zu nehmender Formfaktor entwickelt bleibt also nach wie vor abzuwarten.
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