Quality Made in Germany - so war der Slogan am Stand von Fujitsu-Siemens Computer. Das Unternehmen, welches quasi aus einem Joint-Venture von Fujitsu und Siemens entstand, ist u.a. in Augsburg angesiedelt. Dort findet auch die Entwicklung und Produktion der Gerätschaften statt, auf fernöstliche Dritthersteller wird also verzichtet. Fujitsu-Siemens ist im industriellem Umfeld bisher vor allem durch seine (großen) Server Mainboards bekannt. Doch die Produktpalette ist sehr vielfältig, vielen wird der Name Fujitsu-Siemens beispielsweise auch bei Notebooks ein Begriff sein.

Wenn man sich den Stand auf der Embedded World 2008 genau angeschaut hat, fiel schnell auf, dass es letztendlich nur ein Highlight gab - das neue D2703-S Mini-ITX Mainboard. Ein Vorserien-Modell davon hatten wir bereits im Test. Dabei handelt es sich um einen weiteren Vertreter für AMDs Turion X2 / Mobile Sempron Prozessoren auf Basis des AMD M690E Chipsatzes. Für Fujitsu-Siemens ist dies das erste Mini-ITX Mainboard, weshalb es sicher auch ganz besonders viel Aufmerksamkeit erhält. In Gesprächen wurde klar, dass Fujitsu-Siemens nicht vor hat, eine riesengroße Produktpalette an Mini-ITX Mainboards zu starten, viel mehr wird das D2703-S durch ständige BIOS Updates optimiert und gegebenenfalls an spezielle Kundenwünsche angepasst. Die Kooperation mit AMD in Dresden ist sehr gut. Aufgrund seines modernen und multimedia-fähigen Chipsatzes und der mittlerweile doch schon ausreichenden Anzahl an entsprechenden Embedded Prozessoren lassen sich mit dem D2703-S auch nahezu alle Kundenwünsche erfüllen. Dass dies erst ab gewisser Stückzahl möglich ist, sollte selbstverständlich sein.
Derzeit existieren zwei Varianten des D2703-S, zum einen die voll bestückte Variante und zum anderen eine abgespeckte, seinem Anwendungsfall angepasste Variante. Diese ist für den Einsatz in einer Thin-Client Serie im Business Bereich konzipiert, was letztlich auch den ursprünglichen Grund für die Entwicklung eines Mini-ITX Mainboards seitens Fujitsu-SIemens darstellte. In nahezu jeder Vitrine konnte man das neue D2703-S bewundern und man hat sich auch etwas ganz besonderes ausgedacht. Um die Stabilität und Industrie-tauglichkeit direkt auf der Messe zu beweisen wurde einerseits ein D2703-S Mainboard in einem Terrarium mit eine besonders hohen Luftfeuchtigkeit betrieben. Andererseits gab es ein D2703-S unter wüsten-ähnlichen Bedingungen zu bewundern. Bei 60°C Umgebungstemperatur lief es problemlos stabil. Dass Fujitsu-Siemens mit diesem Mini-ITX Mainboard Erfolg haben wird, ist eigentlich garantiert, denn es handelt sich in der Tat um ein sehr gutes Produkt. Man hat sich allerdings nicht zum Ziel gesetzt, das Mainboard hauptsächlich als einzelnes Produkt zu verkaufen, sondern man strebt an, es als kompletten PC (beispielsweise als Thin-Client) zu verbreiten.
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