Die LiPPERT Embedded Computers GmbH war bis Januar 2007 unter dem Namen LiPPERT Automatisierungstechnik bekannt. Nach 20 Jahren Firmengeschichte folgte im Januar 2007 dann die Umbennung, um die neue Ausrichtung deutlich zu machen. So kommen LiPPERT Produkte im gesamten Embedded Bereich zum Einsatz, das Kundenspektrum ist vielfältig. Für MiniTechNet interessant waren bisweilen vor allem die Mini-ITX Mainboards, wobei LiPPERT hier nur zwei Produkte im Angebot hatte. Dazu zählten das Thunderbird und Thunderbird/MM, beide für Pentium M Prozessoren. Als eines der ersten Mini-ITX Mainboards für Intel Pentium M Prozessoren ist das Thunderbird nun auch schon sehr alt.

Auf der Homepage von Lippert gab es kaum Neuigkeiten, so war auch die Erwartung eher gering. Doch am Stand von LiPPERT gab es erste Überraschungen. So wurde ein neues Mini-ITX Mainboard vorgestellt, welches auf neuester Intel Technologie basiert. Vermutlich werkelt in ihm ein Intel Penryn Prozessor samt aktuellem Chipsatz. Viele Angaben konnte man uns leider aufgrund der Restriktionen seitens Intel nicht geben. Das neue Mainboard hört auf den Namen Thunderbird NG, besitzt von Haus aus SATA, Gigabit LAN, USB, DVI-I. LVDS und HD-Audio. Dies klingt soweit noch ganz normal, doch das Geniale kommt nun: man kann es mit Hilfe einer Erweiterungsplatine um eine Vielzahl an Schnittstellen erweitern. Ein alter Hut, sagen eingefleischte Mini-ITX Kenner? Teilweise, denn dieses Konzept hat zwar bereits Jetway und auch Liantec eingeführt, doch bei LiPPERT besitzt die Erweiterungsplatine nicht nur eine bestimmte Art von Schnittstellen, sondern gleich mehrere verschiedene: so befinden sich auf der Multi-Media I/O ein DVI-D, TV-Out, S/PDIF und analog Audio. Auf der Legacy I/O befinden sich PS2, RS232/RS485, LPT und ein Anschluss für Floppy Laufwerke. Aus dem Thunderbird NG lässt sich also eine Menge machen, einerseits eine multimedia Maschine oder andererseits ein reiner Industrie-PC.

Ein weiteres großes Highlight bei LiPPERT stellte eines der ersten verfügbaren Mainboards mit Intel Silverthorne Prozessor dar. Groß stand "Menlow" am Stand, gut zu lesen und man sträubte sich, diese zu überkleben, wie es von den amerikanischen Intel-Vertretern gefordert wurde. Das sogenannte CoreExpress Mainboard hat eine Abmessung von 6,5 x 5,8 cm und bietet die Grundlage für Menlow Technologie samt Silverthorne Prozessor mit 1 - 2 GHz. Außerdem befinden sich auch gleich 1GB RAM und verschiedenste digitale Schnittstellen wie PCI Express, LVDS/TMDS für LC-Displays, USB 2.0, HD Audio und IDE auf dem Board. Der Silverthorne Prozessor wird im 45nm Verfahren gefertigt und wird vermutlich einen Stromverbrauch von 2 Watt haben. Ein komplettes System benötigt dann nur 5 Watt, und das bei wesentlich stärkerer Leistung als ein AMD Geode LX Prozessor.
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