
Nach dem ersten Öffnen des Gigabyte CB-91 sieht man auf den ersten Blick jede Menge Blech und sehr wenig Platz. Nach genauerem hinsehen bietet es aber ein gut durchdachtes Montagesystem und dadurch eine der komfortabelsten Montagen die wir jemals gesehen haben. Ähnlich komfortable System bietet sonst nur Biostar mit seinen Barebones, oder ansatzweise auch noch Shuttle. Ansonsten ist der Innenraum aufgeräumt und macht einen guten Eindruck.

Die Montage erweist sich als sehr einfach, mittels eines Hebels lässt sich das von vorne eingeschobene Laufwerk sicher arretieren, komplett ohne Schrauben. Allerdings kann es sein, dass einige Laufwerke bei dieser Befestigungsmethode vibrieren und die Schwingungen auf das Gehäuse übertragen werden. Ein ähnliches System kommt auch bei den beiden Festplattenkäfigen zum Einsatz. Auch hier wird die Festplatte schraubenlos befestigt, allerdings wurde hier mit Hilfe von Gumminoppen gegen Vibrationen vorgesorgt. Der eine Festplattenkäfig befindet sich neben den 5,25" Laufwerken in senkrechter Position, während sich der Andere unter den 5,25" Laufwerken befindet. Wegen des hohen Gewichts in der oberen Hälfte kann es schnell vorkommen, dass das Barebone umkippt, was nicht weiter tragisch ist, solange das Barebone nicht gerade an einer Tischkante steht. Trotzdem ist diese Funktion sehr gelungen und erleichtert den Einbau der Komponenten ungemein.

Auf der linken Seite des Barebones liegen die zwei Speicherbänke in die zwei DDR- 400 Speicherriegel eingebaut werden. Rechts befindet sich der PCI-E 16x Slot und ein PCI Slot. Leider passten in den PCI-E Slot einige der Hauseigenen Grafikkarten von Gigabyte nicht. Einige Modelle mit passiver Kühlung waren schlichtweg zu groß, die Heatpipe stößt an den Stahlrahmen und verhinderte so den Einbau. Ein aktiv gekühltes Modell fand dagegen Platz, aber trotzdem war zwischen Grafikkarte und Gehäuserahmen sehr wenig Platz.

Wie bereits erwähnt, arbeitet in dem Gigabyte CB-91 ein Intel Pentium 4 Sockel LGA775. Die 600er Serie der Pentium 4 Prozessoren verfügt bereits über Hyperthreading und die 64 Bit Erweiterung. Auch erwähnenswert ist das integrierte Sppedstep, was den Prozessortakt je nach Auslastung senkt. Dadurch wird Strom gespart und der Prozessor kann so leichter und vor allem leiser gekühlt werden. Ein weiterer Vorteil der Intel Pentium 4 Prozessoren ist, dass sie mittlerweile recht günstig geworden sind und dich so ein leistungsstarkes System relativ günstig zusammenstellen lässt. Die CPU befindet sich auf dem Mainboard ganz vorne im Gehäuse, also genau im Luftstrom des Frontlüfters, was der Kühlung zu gute kommt. Dies ist einer der Vorteile den der BTX Formfaktor mit sich bringt. Das Gigabyte CB-91 verfügt auch über integrierte Grafik, hierbei handelt es sich um Intels GMA900 Grafik, welche direkt im 915GM Chipsatz integriert ist. Die Grafikleistung reicht zwar zum Surfen und Arbeiten aus, aber zum Spielen ist sie nicht geeignet.

Beim Kühlsystem waren wir regelrecht geschockt, so etwas haben wir noch nie gesehen. Der Kühler besteht aus einem großen Aluminiumblock und einem Lüfter. Der gesamte Kühler wiegt fast 1kg, eine unglaubliche Last die da auf der CPU und vor allem auf den 4 Halterungsschrauben sitzt. Besondere Vorsicht sollte hier beim Transport geboten werden, sollten die Schrauben brechen und der Kühler im Gehäuse "herum fliegen" wird von der restlichen Hardware nicht viel übrig bleiben. Von der Kühlung her bietet der "Monsterkühler" einiges an Ressourcen, was er auch muss, da die Pentium 4 Modelle dafür bekannt sind sehr heiß zu werden. Der Kühler profitiert durch den BTX Formfaktor, da der Frontlüfter den Kühler mit frischer Luft versorgt. Allerdings wird die aufgeheizte Luft erst in das Gehäuse geblasen und erst dann durch den Netzteillüfter nach draußen befördert.
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