
Das Gigabyte GA-C7V7-RH Mini-ITX Mainboard überzeugt durch ein simples und intuitives Layout, wie man es sonst nur von normalen Mainboards her gewohnt ist. Die wichtigsten Schnittstellen sind eingefärbt. Die ATX Blende wird leider nicht wirklich ausgenutzt. Es sind zwar 4 USB Schnittstellen und 5.1 Kanal Sound vorhanden, allerdings fehlt ein Firewire oder Video-Out komplett. Auch ist fraglich, ob bei einem Endkundenprodukt noch PS/2 Schnittstellen, ein LPT und serieller Port nötig sind. Hier erkennt man, dass dieses Mainboard eher den Industriebereich abdecken soll. Auf dem Mainboard sind noch Anschlüsse für 4 weitere USB Schnittstellen sowie ein digitaler SPDIF-Audioanschluss vorhanden. Des weiteren fehlt bei diesem Muster an der ATX-Blende deutlich ein Modul, vielleicht ist in einer anderen Version hier ein Video-Ausgang geplant.
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Durch den VIA CN700 ist erstmals die Unterstützung von DDR2 Speichermodulen möglich. Im Gigabyte GA-C7V7-RH Mini-ITX Mainboard kann ein Modul eingesetzt werden. Strom bekommt dieses Mainboard mittels einem Standard ATX Netzteil. 100 W max. Leistung reichen für dieses Mainboard völlig aus. Auf Wunsch kann man ein Pico-PSU mit externem Netzteil verwenden. Gigabyte integriert auf diesem Mainboard noch zwei alte P-ATA Schnittstellen für Festplatten oder CD/DVD Laufwerke, allerdings sind auch zwei moderne S-ATA Anschlüsse vorhanden. Erweitert werden kann das Gigabyte GA-C7V7-RH mit einer PCI Karte.

Passend zum CN700 Chipsatz wird hier VIAs neuer C7 (Esther C5J Kern) Prozessor verwendet. Die CPU wird im NanoBGA2 Package gefertigt, wodurch sie von der Fläche her viel kleiner als der Chipsatz ist (siehe Bild). Der Via C7 basiert grundlegend auf dem Via C3 Nehemia Prozessor, wurde aber optimiert und um Funktionen wie Padlock-Security, NX-Bit und SSE Module erweitert, zudem kommt ein höherer FSB von 533MHz (133 HHz Quadpumped) zum Einsatz. Allerdings ist in diesem Mainboard ein VIA C7 Prozessor mit 1GHz und 400MHz FSB eingebaut, weshalb er in CPU-Z als VIA C7-M erkannt wird.
Durch die Power Saver 4 Engine soll dieser Prozessor noch weniger Strom verbrauchen und damit sogar unter einem Intel Pentium M liegen (MHz zu Stromverbrauch Verhältnis), der TDP Stromverbrauchsindex liegt bei max 5W. In unseren Messungen lag das Board jedoch trotzdem eher hoch im Stromverbrauch und erreicht locker das Niveau eines modernen Intel Core 2 Duo (Merom) Prozessors. Von der Leistung her handelt es sich beim VIA C7 um einen Low-cost Prozessor, der hauptsächlich in Thin-Clients, Mini-PCs und Subnotebooks eingesetzt werden soll, die wenig Rechenleistung (kein HDTV) brauchen aber vor allem Strom sparen sollen. Der neue V4-Bus verbindet die CPU mit dem VIA CN700 Chipsatz, der wiederum mit einem V-Link mit 667MHz an die VIA VT8237R Plus Southbridge angebunden ist. Der neue Chip bietet als größte Neuerung die Unterstützung für DDR2 Speicher. Am Grafikchip hat sich leider nichts getan, hier wird immer noch der alte S3 Unichrome Pro verwendet, der kaum 3D-Unterstützung beinhaltet und nur für 2D-Applikationen geeignet ist.
Die Kühlung übernimmt ein großer Aluminiumblock, der sowohl die CPU als auch den Chipsatz abdeckt. Ein Lüfter ist für die 1GHz Version nicht nötig, wodurch das Mainboard absolut lautlos ist. Für höher getaktete Prozessoren, die hoffentlich in Zukunft auf diesem Mainboardtyp ihren Platz finden, gibt es auch zwei Lüfteranschlüsse.
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