
Wenn man sich das Mini-ITX-Board genauer anschaut, fällt die sehr dichte Anordnung der einzelnen Komponenten auf. Kontron hat eine Menge Schnittstellen und Anschlüsse auf dieses 17 x 17 cm kleine Mainboard gepackt: so gibt es unter anderem insgesamt vier S-ATAII Anschlüsse (bis zu 300MB/s), drei Gigabit Netzwerkanschlüsse, TV-Out, 2 Firewire Anschlüsse (über mitgeliefertes Slotblech), 8 x USB2.0 Anschlüsse, ein CF-Slot und zwei DIMM Bänke für bis zu 2 GB DDR2-667 Arbeitsspeicher. Zur Erweiterung stehen sogar ein vollwertiger PCI-Express x16 Slot und ein PCI Slot zur Verfügung. Für Grafik sorgt der integrierte GMA950 Chipsatz – dies ist eine aufgebohrte Variante des GMA900 und die derzeit schnellste integrierte Intel-Chipsatzgrafik. Für aktuelle Computerspiele reicht diese allerdings nicht aus.

Aufgrund der großzügigen Ausstattung ist es auf dem Mainboard recht eng, so sind beispielsweise viele kleine Kondensatoren auf engstem Raum verbaut. Beim Anstecken der Kabel sollte man deshalb besonders vorsichtig sein. Die Verarbeitung ist nach wie vor sehr gut. Der verbaute Realtek High Definition Audio Codec macht eine gute Figur.

Als Prozessor kommt ein Intel Core Duo oder Intel Core Solo zum Einsatz. Es ist auch möglich den mittlerweile erschienen Intel Core 2 Duo (Merom) zu benutzen. Kontron lieferte einen Lüfter und Kühlkörper mit – dieser passte dank der speziellen Vorrichtung und Halteklammern perfekt auf das Mainboard. Die Installation der Kontron Kühler ist sehr einfach und innovativ. Es handelt sich hierbei um denselben Kühler wie bei dem Kontron 886LCD-M. Wenn man vor hat, einen anderen Kühlkörper zu installieren, wird man allerdings Probleme bekommen. Doch aufgrund des genialen BIOS mit seinen vielfältigen Einstellmöglichkeiten gibt es eigentlich keinen Grund, einen anderen Kühler einzusetzen. Man kann insgesamt drei Lüfter mit den Optionen „Thermal“ oder „Speed“ steuern, dabei kann man entweder eine maximale Temperatur angeben, die eingehalten wird, oder eine Drehzahl, mit der sich der Lüfter permanent dreht. Wir hatten den Lüfter stets auf niedrigster Drehzahl (1400 upm) – somit war er nahezu unhörbar (3,5“ Festplatte war lauter). Die CPU wurde jedoch nie wärmer als 52°C. Da bei diesem Test ein 300W ATX Netzteil mit schlechtem Wirkungsgrad zum Einsatz kam, fallen die gemessenen Stromverbrauchswerte ziemlich hoch aus. Ein entsprechend optimiertes Netzteil – beispielsweise mit 90W – würde sicher etwas besser abschneiden.
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