
Das Morex T-3310 ist in schwarz oder weiß erhältlich. Mit Abmessungen von 6,0 cm x 23 cm x 20,5 cm (B x H x T) ist das T-3310 sehr kompakt, es gilt somit als 3 Liter-PC. Das Design ist einfach aber schick. Die abgerundeten Ecken und interessant geformten Lüftungsgitter tragen ihren Teil dazu bei. Das Gehäuse ist für den vertikalen Gebrauch vorgesehen, im Lieferumfang befindet sich daher auch ein entsprechender Geräte-Ständer. Man kann das Gehäuse natürlich auch horizontal betreiben, es sieht aus jeder Perspektive ansprechend aus.

Die Verarbeitung ist hervorragend, es klappern keine Teile und das Gehäuse wirkt robust und stabil. Scharfe Kanten konnten auch im Inneren nicht gefunden werden, eine Verletzungsgefahr besteht also beim Montieren des Systems nicht. Für das Zusammenbauen des Systems benötigt ein geübter Anwender sicher weniger als 10 Minuten, die beiliegende bebilderte Anleitung ist auf jeden Fall hilfreich, sofern man der englischen Sprache mächtig ist. Auf der Frontseite des Gehäuses findet man zwei USB 2.0 Anschlüsse, einen Audio-Ausgang wie auch einen Audio-Eingang (Mikrofon). Zwei LEDs (rot und grün) geben über Festplattenaktivität und Power Auskunft. Der Schalter zum Einschalten des System befindet sich in vertikaler Sicht am unteren Ende der Gehäuse-Front. Fast alle Seiten des Gehäuses besitzen Lüftungslöcher oder - Schlitze, was sich positiv auch in Bezug auf den Einsatz von Mainboards mit höherer Wärmeentwicklung auswirken dürfte. Um das Gehäuse unter harten Bedingungen zu testen, haben wir ein Intel D201GLY2A Mini-ITX Mainboard (aktiv gekühlt) verwendet, welches für seine große Wärmeentwicklung bekannt ist. Die passiv gekühlte Variante des Intel Mini-ITX Mainboards können wir nicht empfehlen, da dieses Mini-ITX Mainboard bereits ohne Gehäuse Temperaturen von über 90°C erreichte.

Aufgrund der geringen Abmessungen geht es auch im Inneren des Gehäuses eng zu. Ein Mini-ITX Mainboard mit 17 x 17 cm findet gerade so Platz, direkt daneben befindet sich die DC-DC Wandlerplatine. Für ein CD- oder DVD-Laufwerk ist kein Platz mehr vorhanden. Als Festplatte kann man eine 2.5 Zoll Festplatte einsetzen, deren Befestigungsrahmen könnte jedoch mit einigen Mainboards Probleme bereiten, weshalb er an verschiedenen Positionen fixiert werden kann. Die engen Platzverhältnisse im Inneren erfordern eine gute Kabelverlegung, damit eine optimale Lüftung gewährt ist.

Morex DC-DC Wandlerplatinen gibt es auch einzeln zu kaufen, hier wird erfreulicherweise alles mitgeliefert. Die Wandlerplatine hat eine Grundfläche von 3 cm x 15 cm, weshalb es beispielsweise schwer ist, ein Gehäuse zu bauen welches nur so groß ist wie die Mini-ITX Grundfläche selbst. Abhilfe würde höchstens die Verwendung eines PicoPSU bieten, sprich einer Wandlerplatine, die nochmals um einiges kleiner ist und sich direkt auf dem ATX Stecker befindet. Die DC-DC Wandlerplatine schafft eine Leistung von 80W, Morex hat uns dies mittlerweile bestätigt und entsprechende Datenblätter gesendet. Laut Aussage von Morex unterscheiden sich die 60 / 80 W Kits nur im externen AC-DC Netzteil. In einem Test konnte auch keine Fehlfunktion mit 80W Last festgestellt werden. Gut ist, dass Morex ausreichend viele Massekabel verwendet, so dass eine ordentliche Erdung gewährleistet ist.

Das Morex T3310 kommt gut mit dem aktiv gekühltem Intel Mainboard zurecht. Das Mainboard passt gut in das Gehäuse, es gibt beispielsweise keine Komplikationen mit dem Lüfter. Auch die Wärmeentwicklung hält sich in Grenzen, die CPU erreichte eine Temperatur von 51 °C.
Mainboard: Intel D201GLY2 (55 Euro) CPU: Intel Celeron (onboard), Arbeitsspeicher: 1 GB DDR2 (20 EUR), Festplatte: 80 GB 2.5 Zoll (60 EUR)
Gesamtsumme inkl. Gehäuse: ca. 230 EUR
Der Vollständigkeit halber führten wir noch einen groben Kompatibilitätscheck durch, um zu zeigen, welche Mainboards sich mit dem Morex T-3310 einwandfrei betreiben lassen sollten. Hierbei wurde lediglich geprüft, ob die Mainboards in das Gehäuse passen oder ob es Konflikte mit der Festplattenhalterung gibt. Ein Großteil der Mini-ITX Mainboards ließ sich demzufolge einwandfrei installieren, unter anderem das Kontron KT690, Fujitsu-Siemens D2703-S, AOpen i965GMT-LA, Intel D201GLY2A.
Probleme treten insbesondere bei all denjenigen Mainboards auf, wo sich CPU- bzw. Chipsatzlüfter im linken Drittel des Mainboards befindet (Draufsicht, I/O Anschlüsse nach oben zeigend). Dieser Fall trat beispielsweise beim AOpen NMCP68ST-LA oder etwa dem Biostar I94GMI4, wie auch dem neuen Intel D945GCLF auf. Vor dem Kauf sollte man also darauf achten, wie das Layout des gewünschten Mini-ITX Mainboards aussieht und ob es mit dem Morex T-3310 harmoniert. Bei aktiv gekühlten CPUs ist davon auszugehen, dass quasi jedes Mini-ITX Mainboard (maximale Leistungsaufnahme 60W beachten oder externes Netzteil mit 80W verwenden) funktioniert, da ausreichend Lüftungslöcher vorhanden sind. Vom rein passiven Betrieb ist vorerst abzuraten, da sich im Gehäuse auch keine aktive Kühlung befindet und so schnell ein Hitzestau entstehen könnte. Eigenen Versuchen oder Experimenten steht aber natürlich nichts im Wege.
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