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Packard Bell iPower Games 2008
von igor.c   13.07.2008


Mit den iPower Games 2008 hielt der Computer- und Notebookhersteller Packard Bell sein zweites Gaming-Turnier ab. Im letzten Jahr hatte sich Packard Bell dazu gewagt, ein neuartiges Gaming Event mit einzigartigen Spielmodis auf die Beine zu stellen, das in Lissabon stattfand. Bei diesem Turnier traten 8 Nationalmannschaften gegeneinander an, die sich in den Disziplinen Stalker, Battlefield, Supreme Commander und Quake 4 behaupten mussten. Als Sieger aus diesem sehr eigenartigen aber erfolgreichen Turnier kam die deutsche Mannschaft hervor.

Die Packard Bell iPower Games 2008 fanden dieses Jahr in der französischen Metropole Paris statt. Allerdings nicht mehr als allein stehendes Turnier, sondern im Rahmen der ESWC Masters, die Weltmeisterschaft der Computerspiele.


Neue Location für die iPower Games










Packard Bell entschloss sich, das eigene Turnier direkt in Frankreich auszutragen, wo sich der Hauptsitz der Firma befindet. Paris ist eine facettenreiche Stadt, die für die "Liebe", aber auch für die Kunst, bekannte Gebäude, der Eifelturm und nicht zuletzt eines der modernsten Stadtvierteln der Welt bekannt ist. Für jeden Touristen bietet Paris genau das, was man sich wünscht. Und nicht zuletzt finden in Paris auch jedes Jahr die ESWC France Finals und die ESWC Masters statt, bei denen Spieler aus aller Welt anreisen, um in Turnieren wie Counter-Strike, Warcraft 3, Dota, Quake 3 und Trackmania Nations das eigene Können unter Beweis zu stellen. Solange man der französischen Sprache geläufig ist, hat man auf jeden Fall Spaß nicht nur beim Mitspielen, sondern auch beim Zugucken.

Packard Bell und Intel waren bereits letztes Jahr Hauptsponsoren der ESWC, hatten aber zusätzlich ein eigenes Gaming Event in Lissabon organisiert, nämlich die ersten iPower Games. Um alles unter einem Hut zu bringen, vermutlich etwas Geld einzusparen und um mehr Bekanntheit zu erreichen, fanden dieses Jahr die iPower Games direkt im Rahmen der ESWC statt, im Palais Omnisports Paris-Bercy.

Hinter der großen Bühne jedoch, auf der nur die Finals der beiden iPower Spiele ausgetragen wurden, ging der Packard Bell Stand im Rummel der ESWC deutlich unter, nicht zuletzt weil dort weitere Firmen vertreten waren und Turniere ausgetragen wurden. Von den Qualifikationsrunden bekam kaum einer etwas mit... den Packard Bell Stand dürften die meisten aber trotzdem bemerkt haben, zumal es der Hellste und auch der Größte war.

 


Neue Spiele und neue Teams






2007 traten die besten 6 Spieler einer Nation gegen die anderen Nationen an. Dabei mussten diese 6 Spieler sogar Games spielen, in denen Sie gar nicht so fit waren oder die sie gar nie so richtig gespielt hatten. Diese Regelung sorgte am Anfang zwar für Aufregung unter den Spielern, war aber weltweit einzigartig und gefiel letztendlich Jedem, zumal am Ende die beste Nation hervorging, die in den Spielen Stalker, Battlefield, Quake 4 und Supreme Commander die meisten Punkte gesammelt hatte.

2008 hingegen gab es nur zwei Spiele: Race07 und Call of Duty. Die Teams bestanden nun auch nicht mehr aus den Besten eines Landes, sondern aus den besten Clans einer Nation. Gespielt haben Teams aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien, Schweiz und das Vereinigte Königreich. Für Deutschland spielte z.B. der Clan SpeedLink Call of Duty, und einige von SK-Gaming Race07. Jedes Team musste sich Qualifizieren, um im Finale teilnehmen zu können.

 


Race07 Resultate






Bei diesem Rennspiel namen 6 der weltbesten Spieler teil, während die restlichen 10 eher zur Amateurenliga gezählt werden können. Für das Finale qualifizierten sich 2 französische Spieler, 2 spanische Spieler, 2 deutsche Spieler, 1 Italiener und ein Holländer.

Im ersten Rennen dominierte klar der Franzose Mathieu Prevot, der nicht mehr einzuholen war. Im zweiten Rennen konnte sich der Holländer Fritz Hermes behaupten, doch Mathieu Prevot holte sich den Gesamtsieg durch einen Fehler des spanischen Teilnehmers.

 

1. Platz | Mathieu Prevot (Frankreich)

2. Platz | Frits Hermes (Niederlande)

3. Platz | Florient Denard (Frankreich)

4. Platz | Danny Engels (Deutschland)


Call of Duty 4 Resultate






Deutschland (Team SpeedLink) flog unerwartet bereits in der Quali von CoD gegen das Vereinigte Königreich raus, zusammen mit der Schweiz, Spanien und Italien. Im Semifinale gewann Frankreich gegen das Vereinigte Königreich und Holland gegen Belgien. UK konnte sich dann gegen Belgien noch für den dritten Platz behaupten, während Frankreich auf der Hauptbühne gegen die Niederlande siegte.

 

1. Platz | Frankreich (Team H2k-Gaming)

2. Platz | Niederlande (Team KomaCrew)

3. Platz | Vereinigtes Königreich (Team Meet Your Makers)

4. Platz | Belgien (Team Belgium)

 

Nicht qualifiziert | Deutschland (Speed-Link), Schweiz (Team TETRIS), Spanien (Team wNs), Italien (Team Italia)


Pressekonferenz





Packard Bell veranstaltete eine kleine Pressekonferenz, in der die Wichtigkeit des eSports, des Engagement von Packard Bell in diesem Sektor und ein neuer Gaming PC vorgestellt wurde. Packard Bell sieht eSports als wichtigen Grundstein für die eigenen Produkte und möchte daher seinen Einsatz hier erweitern. Mit einem neuen Gamer-PC, der in Preisregionen zwischen 999 und 1799 EUR liegen soll, will Packard Bell den "Casual Gamer" ansprechen. Vor allem die günstige Variante für 999 EUR soll der Renner unter den Maschinen werden.

Auf der ESWC 2008 enthüllte Packard Bell deshalb seine neueste Kreation, den iPower X2.0 Gamer-PC, der entgegen dem modernen Trend, durch seine eckigen Kanten die Performance noch deutlicher machen soll. Durch einen Griff ist er für Gamer leicht transportierbar. Die Systeme werden mit Intel Core 2 Duo und Core 2 Quad Prozessoren ausgestattet, AMD Varianten wird es vorerst nicht geben.

Ein mysteriöses Notebook wurde auch angekündigt... damit scheint sich Packard Bell gegen Dell und Alienware anlegen zu wollen. Es wird das erste Notebook mit Core 2 Quad Prozessoren sein, das am Markt erscheinen soll, und das bei einem attraktiven Preis.


Unsere Meinung zu den iPower Games 2008

Mit den iPower Games hatte Packard Bell im letzten Jahr ein neuartiges und außergewöhnliches Turnier ins leben gerufen, dass sowohl den teilnehmenden Spielern, der Presse und den Mitarbeitern sehr gut gefiel. Die iPower Games 2007 waren ein Turnier der höchsten Unterhaltung, höchster Qualität und höchster Herausforderung für die Spieler. Das einzige was diesem exklusiven Event fehlte, war die PR-Arbeit vor und nach dem Turnier.

Bei den iPower Games 2008 hingegen merkte man bereits bei der Ankunft, dass irgend etwas schief geht. Dies begann bei der Organisation durch das französische Team, die weit von der des letzten Jahres abwich... Journalisten wurden kaum involviert, alles war mehr oder weniger in französisch, Resultate wurden sporadisch angeführt... der Service war schlecht.

Zwar war das Packard Bell Logo groß auf der Hauptbühne zu sehen, doch bei den Race07 Finals waren kaum Zuschauer, und sonst gingen die iPower Games deutlich im Trouble der ESWC unter.

Die iPower Turniere waren langweilig, zumal man die Qualifikationen kaum mitbekam und nur zwei Spiele ausgetragen wurden. Der Gedanke des Nationenkampfes ging völlig verloren, da keine einzelnen Spieler miteinander kämpften, sondern Clans gegeneinander antraten. Die Situation mit den Clans führte zusätzlich zu einem interessanten Zwischenfall: einige Clans trugen nämlich nicht ein Packard Bell Trikot, sondern das des eigenen Sponsors, was den Hauptsponsoren Intel und Packard Bell gar nicht gefiel. Banal wurde den Clans sogar die Disqualifikation angedroht, falls sie nicht mit dem Packard Bell Trikot auf der Bühne auftreten würden. Und mal ehrlich, wem wäre das kleine AMD Logo neben den großen Sponsorenlogos der Hauptbühne aufgefallen, wenn das Packard Bell Management nicht so viel Wirbel darum gemacht hätte.

Packard Bell hätte hingegen lieber bei einem erfahrenen Organisator wie MultiPlay bleiben sollen - der 2007 das Turnier hervorragend gemanaged hatte -, seinen Turnier-Stil der Nationen weiter durchziehen und die PR-Arbeit intensivieren, statt das gesamte Turniersystem umzukrempeln, nur um einen vermeintlich größeren Marketingeffekt zu erzielen. So finden wir, ist die geniale Idee hinter den iPower Games völlig zerstört worden.

Nicht zuletzt genügt eine Suche in Google um herauszufinden, dass außer Berichte von MiniTechNet, Readmore und Giga kaum etwas über die iPowerGames veröffentlich wurde. Die angeblich 400 Pressebeauftragte haben sich wohl eher der ESWC gewidmet. Es bleibt zu hoffen, dass das französische Team von Packard Bell aus dieser Situation lernt und im nächsten Jahr sein Bestes gibt, um wieder ein einzigartiges Turnier auf die Beine zu stellen.





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