
Thumbscrews sind inzwischen zum Standard bei höherwertigen PC-Gehäusen geworden, auch Shuttle verwendet diese beim SB75G2. Somit ist es möglich den XPC gänzlich ohne Werkzeug zu öffnen (um z.B. den Arbeitsspeicher auszutauschen, für alles andere wird wieder ein Schraubenzieher benötigt). Um den Deckel abnehmen zu können, müssen alle 3 Daumenschrauben gelöst werden, dann zieht man den Deckel nach hinten und hebt ihn einfach nach oben weg.

Im Gehäuse geht es eng zu, da auf Grund der Abmessungen einfach nicht viel Platz vorhanden ist. Einige Kabel, gerade für die Frontschnittstellen, stören beim Einbau der Komponenten. Vor dem Einbau der CPU empfiehlt es sich den USB Stecker für die Frontanschlüsse zu entfernen, nach dem Einbau des Prozessors kann dieser wieder angeschlossen werden. Bei einigen sind die CD/DVD IDE-Kabel bereits im Gehäuse vormontiert, bei diesem XPC liegen diese nur bei und müssen selbst eingebaut werden. Der ClearCMOS Jumper ist schwer zu erreichen, sollte man eine große Grafikkarte einsetzen. Dies sollte aber für den ambitionierten Overclocker kein Problem darstellen; mit geringem Aufwand kann eine Verlängerung selbst gebaut werden.

Der Laufwerkskäfig ist mit 2 Schrauben am Gehäuserahmen befestigt. In ihm passen 2x 3,5“ Laufwerke und 1x 5,25“ Laufwerk, an der Unterseite des Käfigs befindet sich eine Plastikhalteklammer für die Datenkabel der Laufwerke.

Neben der sehr großen und massiv wirkenden CPU Kühlung befindet sich der PCI- und AGP Slot. Selbst eine große und somit leistungsstarke Spielegrafikkarte hat ohne Problem Platz. Eine Full-Size PCI Karte (z.B. Hauppauge DVB-S) passt leider nicht in das Gehäuse, sie kollidiert mit der Bios Pufferbatterie. Schade eigentlich! Ein Abstandshalter aus Schaumstoff sorgt für genügend Abstand zwischen PCI-Karte und dem Laufwerkskäfig und vermeidet dadurch Kurzschlüsse.

Die zwei Serial ATA 150 Anschlüsse befinden sich nahe der Front neben den normalen 40poligen IDE Anschlüssen. Wenn eine lange AGP Grafikkarte eingebaut wird, müssen längere S-ATA Kabel verwendet werden, da ein längerer Weg zurückgelegt werden muss. Auf der Seite des Netzteils findet man einen Kabelsalat. Das Mainboard benötigt den für Pentium4 Mainboards typischen zusätzlichen 12V ATX Stromversorgungsstecker.
Die Spannungswandler und Kondensatoren sind große Kühler herumgebaut worden. Die DIMM Steckplätze verlaufen parallel zur Front und sind relativ leicht zugänglich. Unterhalb des Netzteils befindet sich der Floppyanschluss.

Wie schon am Anfang erwähnt, ist eine weitere Änderung in der Version 2 das Netzteil. Dieses wird nicht von Enhance oder Achme hergestellt, sondern von Shuttle selbst. Dieses Netzteil soll bei einer Mehrleistung von 30W aber genauso leise sein wie auch sein Vorgänger. Der Lüfter des Netzteils ist optimal platziert und kann dadurch direkt die von der CPU und Festplatte erwärmte Luft abführen. Das Netzteil hat zusätzlich noch einen Molex Stecker für besonders stromhungrige Grafikkarten oder ein weiteres Gerät mit 5,25“ Stromanschluss (z.B. Moddingartikel), einen 4 Pin Stromanschluss für das Diskettenlaufwerk und seltsamerweise nur einen Stromanschluss für Serial ATA Festplatten, obwohl eigentlich 2 Serial ATA Anschlüsse auf dem Mainboard vorhanden sind. Insgesamt hat dieses Netzteil eine maximale Leistung von 250W, die „combined power“ auf der +3,3V und +5V Schiene erreicht maximal 105W. Unsere Spiele Grafikkarte, eine Geforce FX5900 Ultra von Gainward mit zusätzlichem Stromanschluss lief damit problemlos.
Shuttle verbaut bei diesem Netzteilmodell keinen seitlichen 60mm Lüfter. Diesen findet man wohl nur Modellen für einen AMD Prozessor. Ansonsten sind die Komponenten im Inneren des Netzteils sehr sauber angeordnet und nehmen wenig Platz ein.
 | Warnung: Wir möchten ausdrücklich davon abraten, das Netzteil zu öffnen. Hier treten sehr hohe Spannungen auch im ausgeschalteten Zustand auf die lebensgefährlich sind. Durch das Öffnen des Netzteils verliert man unter anderem auch die Herstellergarantie. |
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