
Die Installation von WindowsXP erweist sich bei diesem Barebone nicht so einfach wie gewohnt. Das große Problem liegt darin, dass WindowsXP keine Serial-ATA Festplatten unterstützt und somit eine Installation darauf nicht möglich ist, wenn man nicht die Treiber manuell installiert. Als erstes muss man die Serial-ATA Treiber auf einer Diskette kopieren (von einem Fremdrechner aus), sobald die Windows CD bootet kann man bei der Aufforderung die Taste F6 drücken und den Serial-ATA Treiber von der Diskette laden. Damit ist es dem Installationsprogramm möglich, die Windows Dateien auf der Serial-ATA Festplatte zu schreiben. Nach der Installation wird die von Shuttle mitgelieferte CD gestartet und die Treiber installiert, da es sonst nicht möglich ist sich z.B. ins Internet einzuwählen. Nach einigen Neustarts war dann das System bereit um auf dem Service Pack2 geupdated zu werden.
Wer WindowsXP auf diesem Barebone installieren möchte, der nur Serial-ATA Festplatten unterstützt, braucht unbedingt ein Diskettenlaufwerk um die nötigen Treiber bei der Installation zu laden. Sobald Windows installiert ist, kann das Diskettenlaufwerk auch wieder entfernt werden.
Die Installation von Suse Linux 9.1 mit Kernel 2.6 war so einfach, dass wir es selbst kaum glauben konnten. Es gab weder Probleme mit der onboard Grafik von Intel noch mit unserer Serial-ATA Festplatte von Seagate. Die Platte wurde als SCSI Laufwerk erkannt und die Partitionen sauber angelegt. Die Installation dauerte nicht einmal 10 Minuten, danach erfolgte der erste Login in den KDE Desktop.
Auch Sound und Ethernet wurden erkannt, sodass wir uns sofort in das Internet einloggen konnten. Nicht erkannt wurde die PCI und Host-Bridge, das kann vernachlässigt werden.
So einfach wie beim Shuttle XPC SB83G5 hatten wir es selten; die Suse Linux Kompatibilität ist einfach ausgezeichnet.
Auch Mandrake Linux 10.0 hatte keinerlei Probleme mit der Serial-ATA Festplatte und der integrierten Intel Grafik, sodass die Installation im grafischen Modus möglich war. Innerhalb einer Minute waren die Einstellungen für die Installation vorgenommen, dann legte der Rechner mit dem kopieren der Dateien los.
Nach Beendigung der Installation wurde KDE3.2 geladen, und die restliche Hardware ordentlich erkannt. Sound, Gigabit Ethernet und Firewire standen bereit. Mandrake Linux identifizierte den Shuttle SB83G5 als ein Dual-Prozessor System. Das liegt an der Hyper Threading Funktion unseres Intel Pentium4 für Sockel 775. Einzig der integrierte Grafikchip von Intel wurde nicht ordnungsgemäß erkannt und lief daher nur im standard Vesa Modus.
Aus dem Hause Red Hat entstammt das Fedora Linux Projekt. Der in Core 2 verwendete 2.6 Linux Kernel unterstützt auch Serial-ATA Festplatten und erkannte weitestgehend alle Komponenten. Sound, Grafik und Netzwerk wurden ordnungsmäßig eingerichtet. Ein Arbeiten mit Fedora Linux war innerhalb von wenigen Minuten möglich... das macht richtig Spass.
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