
Der Innenraum unterscheidet sich auch deutlich von anderen Shuttle XPC Barebones. Das Netzteil, seine Anordnung und auch die Kühlung ist komplett anders. Das Netzteil ist mit 350 Watt ziemlich stark für ein Barebone, üblicherweise findet man in Barebones 200 Watt bis 250 Watt Netzteile. Hier will man sich einige Reserven für die leistungshungrigen Intel Pentium 4 EE Prozessoren schaffen. Der Prozessor befindet sich nun im vorderen Teil des Barebones und wird mit Hilfe eines Luftkanals gekühlt.

Der Einbau dauerte etwas länger als man es von den anderen XPC´s gewohnt ist. 45 Minuten bis zu einer Stunde sollte man für den Einbau einplanen. Die CPU und der Arbeitsspeicher ließen sich schnell und einfach einbauen. Bei der Grafikkarte gab es schon die ersten Probleme. Die hier verwendete passiv gekühlte GeForce 6600 von GigaByte passte zwar ins Gehäuse, aber das Gehäuse konnte daraufhin nicht mehr geschlossen werden. Dadurch, dass der PCI-E Slot auf der linken Seite ist, zeigt die Rückseite der Grafikkarte zur Gehäusewand, daher sind Grafikkarten mit Kühlern auf der Rückseite nicht mit dem SB95P kompatibel. Das nächste Problem kam bei der neuen Befestigung der Laufwerke auf. Während man das 5,25" Laufwerk mit Hilfe der Einbauschienen und etwas Fummelarbeit relativ einfach einbauen konnte, ließ sich die Barracuda von Seagate nur anders herum einbauen, wodurch man wieder andere S-ATA und Stromkabel braucht. Die Festplatte wird auf vier Pinne aufgesteckt, die in die selten benutzten Bohrungen an der Unterseite der Festplatte kommen.
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Auf dem Mainboard des Shuttle XPC SB95P kommt Intels 925XE + ICH6R Chipsatz zum Einsatz. Daher ist dieser Shuttle XPC eigentlich für Intel Pentium 4 Extreme Edition Prozessoren für Sockels 775 ausgelegt, normale Intel Pentium 4 funktionieren aber auch. Zudem unterstützt der Chipsatz auch Hyper-Threading, was dem Computer noch eine zweite CPU simuliert um Programme parallel auszuführen. Als Speicher kommt DDR2 533/400 MHz zum Einsatz. Auf zwei Speicherbänken kann man bis zu 2GB betreiben. Weiterhin gibt es noch einen PCI-Express Slot mit 16X für Grafikkarten und ein PCI-Express 1X Slot.

Die Kühlung des XPC SB95P unterscheidet sich stark von anderen Shuttle XPS´s. Die CPU verfügt über einen separaten Luftkanal, der nur die CPU kühlt und direkt wieder aus dem Gehäuse geleitet wird. Hier kommt eine andere Version des I.C.E. Heatpipe Systems zum Einsatz. Sehr schön ist, dass die restlichen Chipsätze auf dem Mainboard komplett passiv gekühlt werden, so was würden wir bei Barebones gerne öfters sehen. Auch das Netzteil wurde mit einem großen 80mm Lüfter ausgestattet. Doch leider werden diese Optimierungen zur Senkung der Geräuschkulisse durch die beiden 60mm Lüfter an der Rückseite wieder zunichte gemacht. Im Betrieb ist das Barebone deutlich hörbar und das mit einem sehr hohen und schrillen Ton, welcher recht unangenehm ist.
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