
Das Gerät präsentiert sich von Innen sehr aufgeräumt, der Rahmen aus Aluminium ist sehr gut verarbeitet und die Kabel für die Laufwerke sind auch schon verlegt. Auf der linken Seite zwischen dem Netzteil und der CPU Kühlung befinden sich die beiden DDR2 Speicherslots, die mit modernen Speichermodulen mit 533MHz oder 667MHz bestückt werden können. Jedoch erst die neueren DDRII Module mit 667MHz Module sind schneller als die normalen DDRI-400 Speichermodule, zur Zeit aber noch kaum verfügbar. Bestückt man den XPC SD31P mit zwei Elementen, so wird zusätzlich die Speichertechnologie Dual-Channel verwendet, die Bandbreite sollte sich in der Theorie quasi verdoppeln.

Auf der rechten Seite des XPC befinden sich die Kabel für die S-ATA Festplatten und die PCI-Express Slots, davon einen PCI-E 1x für Erweiterungskarten und ein PCI-E 16x für moderne Hochleistungs-Grafikkarten. Der Barebone besitzt bereits eine integrierte Grafiklösung, die von Intel stammt und zudem sehr gut ist, doch eingefleischte Computerspieler sind damit meistens nicht zufrieden. Besonders unzufrieden sind solche Kunden, die einen leisen Barebone, aber trotzdem eine leistungsfähige Grafikkarte verwenden wollen: Modelle, die passiv mittels Heatpipe gekühlt werden, passen aufgrund der schlechten Position des PCI-E Slots nicht, der Kühler dürfte in den meisten Fällen zu groß sein, wie es bei unserer Ati Radeon X800XL von Gigabyte der Fall ist. Das ist sehr schade, denn durch eine Grafikkarte mit Lüfter wird das Gerät ziemlich laut und Shuttles hochwertige und leise Kühlung ist fast umsonst.
Einen normalen PCI Slot gibt es leider auch nicht mehr, wer z.B. eine TV-Karte einbauen will, sucht zur Zeit noch vergeblich, da entsprechende Modelle für den PCI-E Slot kaum verfügbar sind.

Das Montagesystem für die Laufwerke ist äußerst ausgeklügelt, denn dafür ist überhaupt keine Schraube nötig. Der Aluminiumrahmen kann zur einfachen Montage herausgenommen werden, das CD/DVD Laufwerk wird mittels zwei Schienen in den Rahmen hineingeschoben. Darunter hat noch ein Diskettenlaufwerk bzw. eine weitere Festplatte platz. Ganz oben werden die zwei S-ATA Festplatten mittels speziellen Schienen an den Rahmen befestigt, zudem direkt von den beiden 60mm Lüftern auf der Rückseite gekühlt. Schade finden wir, dass nur drei Festplatten eingebaut werden können: die genialen Funktionen, die mit der Intel Matrix Raid möglich wären, können nur beschränkt verwendet werden. Hätte Shuttle den Platz besser ausgenutzt (Platz ist durchwegs vorhanden) und eine vierte Festplatte noch untergebracht, dann könnte man bei diesem Hochleistungs Mini-Barebone, der eher für Workstation-Anwendungen gedacht ist, Raid 0+1 anwenden und die Festplatten nicht nur zur besseren Performance zusammenschließen, sondern auch zum Spiegeln der Inhalte und dadurch erhöhten Datenschutz erzielen. Schade, dass Shuttle diese Möglichkeit nicht wahrnimmt, zumal sie in diesem XPC mit diesen Spezifikationen auch wirklich gut passen würde.

Das Kühlsystem ist sehr ähnlich wie beim Modell XPC SB81P, nur der hintere Lüfter wurde von 80mm auf 92mm vergrößert und sollte dadurch etwas leiser sein und zudem mehr erwärmte Luft hinausfördern. Das Kühlsystem für die CPU ist in sich geschlossen und sitzt quer zum Gehäuse Richtung Front, saugt auf einer Seite die frische Luft von Außen an, kühlt die CPU mittels einem hochwertigen Heatpipekühler mit Wärmetauscher; ein zweiter Lüfter (92mm) bläst diese erwärmte Luft direkt nach Außen. Dadurch gerät keine von der CPU erwärmten Luft in das Gehäuse, zudem saugt der 92mm Luft warme Luft aus dem Gehäuse heraus, da er etwas größer als der geschlossene Luftkanal ist. Das gesamte Gehäuse, darunter die Grafikkarte und die Festplatten, werden zusätzlich von den beiden 60mm Lüftern auf der Rückseite des Gehäuses frisch gehalten. Alle Lüfter im Gehäuse sind temperaturgeregelt und können im Bios eingestellt werden, nur für die beiden 60mm auf der Rückseite kann man nur eine fixe Einstellung vornehmen. Die Kühlung ist sehr effizient und zudem - trotz 5 Lüfter - sehr leise. Nur eine moderne Grafikkarte mit Lüfter könnte das Bild trüben, da Grafikkarten ohne Lüfter wegen dem großen Kühlkörper nicht in das Gehäuse passen.
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