Das Innenleben des SN21G5 ist wie bei den herkömmlichen Shuttle XPCs aufgebaut und bietet somit nicht viel Platz für ausgiebige Hardwarearbeiten. Die rechte Seite des Barebones nimmt das SilentX Netzteil mit einer nominellen Leistung von max. 250 Watt ein. Die Verteilung der IDE- und SATA-Ports scheint zunächst sinnvoll. Auch die Kabelführung im Innenraum macht einen guten Eindruck, da die IDE Kabel auf Minimalgröße zusammengeschrumpft und zusammen mit den S-ATA Leitungen am Rahmen des Barebones verlegt wurden. Somit macht der Barebone im Innenleben einen sorgfältigen und aufgeräumten Eindruck ohne lästiges Kabelgewirr. Der zweite IDE-Port ist unserer Meinung nach etwas unsinnig platziert, da er sich unmittelbar unterhalb des Netzteils befindet, weit entfernt von den anderen Ports liegt und die Kabelführung hierdurch nicht unbedingt erleichtert wird.

Beim Einbau der PCI-Karte sowie der PCI-E-Karte muss man allerdings die beschränkten Platzverhältnisse beachten. Da der Abstand der beiden Slots zueinander - sowie der Abstand zur Northbridge mit dessen relativ großem Kühler - so gering ist, dass der Einbau einer 2-Slot-PCIE-Karte fast unmöglich wird. Wie gewohnt kann man den Alurahmen für die Laufwerkschächte mit wenigen Handgriffen entfernen um zwei 3,5" und ein 5,25" Laufwerk zu installieren. Bei Gebrauch von zwei S-ATA Festplatten bietet sich der integrierte Raid-Controller mit den Funktionen Raid 0 und Raid 1an.

Ausgelegt ist dieser Barebone für Sockel 939 basierende CPUs und somit für den AMD Athlon 64, Athlon 64 FX Single-Core und den AMD Athlon 64 X2 Dual-Core natürlich mit der Unterstützung von Cool'n'Quiet. Ausgerüstet mit der nVidia GeForce 6100 GPU (Northbridge) und dem nVidia nForce 410 MCP-Chipsatz (Southbridge) bietet der SN21G5 von Werk aus eine integrierte Grafik-Lösung, wobei jene aufgrund ihrer Leistung unserer Meinung nach nur für den HTPC-Gebrauch sinnvoll und somit für aufwendige 3D-Spiele eher ungeeignet ist.
Auffällig ist, dass Shuttle zur Verbindung der Frontsteuerung mit dem Mainboard ein relativ dünnes Flachbandkabel benutzt. Dieses hat bei unserem Test natürlich prompt zu einem Fehler geführt. Wir gehen davon aus, dass sich das Flachbandkabel beim Transport geringfügig aus der Halterung gelöst hat und der Barebone somit bei unserem ersten Test nicht startete.
Postitv erscheint uns wiederum die etwas andere Halterung der Mainboardbatterie. Durch die aufrechte Position ist sie im Gegensatz zu den herkömmlichen Varianten sehr schnell austauschbar.
Auch bei diesem Barebone greift Shuttle auf die immer noch alt bewährte I.C.E. Heatpipe-Lösung zurück. Durch die drei Heatpipes wird die Abwärme der CPU zu einem großen Lamellenkühlkörper mit einem 92er Lüfter geführt, welcher jene aus dem Gehäuse befördert. Wie schon erwähnt ist der Kühler jedoch beim Einschalten des Computer sehr laut, wobei die Smart Fan Funktion im Bios die Lüfterdrehzahl der CPU-Temperatur anpasst und somit bei gleich bleibender Temperatur eine vernünftige Lüftersteuerung und damit auch Geräuschkulisse gewährleistet ist. North- und Southbridge sind in diesem Barebone sinnvollerweise passiv gekühlt und stellen somit keine zusätzliche Lärmquelle da, wobei dies sich aufgrund der Wärmeentwicklung geringfügig auf die Lüfterdrehzahl der Heatpipe auswirkt.
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