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VIA Epia PX 10000G Pico-ITX Mainboard
Einer der kleinsten x86 Single Board Computer mit guter Austattung und ausreichend Leistung für die meisten Anwendungen
from tobias.s   30.08.2007
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Die Verpackung kommt im üblichen Format daher, wie man es von Mini-ITX Mainboards gewohnt ist. Sie hinterlässt mit ihrer schwarzen, glänzenden Oberfläche einen edlen Eindruck. Nach dem Öffnen der Verpackung fallen einem zunächst die mitgelieferten Kabel und Zubehör auf. In einer Ecke unter dem Zwischenboden findet man dann doch noch das wirklich sehr kleine Pico-ITX Mainboard. Mit einer Abmessung von 10 cm x 7,2 cm ist das Pico-ITX Mainboard gerade mal so groß wie eine 2.5 Zoll Notebookfestplatte. Mini-ITX Mainboards wirken dagegen wie riesige Bretter, es kommt dem Vergleich von ATX zu Mini-ITX wohl schon recht nahe. Immerhin ist das Pico-ITX von der Fläche her gerade mal ein Viertel so groß wie ein Mini-ITX Mainboard. Mit rund 3cm ist das Pico-ITX natürlich wesentlich höher als eine 2.5 Zoll Notebookfestplatte, die meisten Mini-ITX Mainboards besitzen aber mindestens eine Höhe 4cm, meist sogar noch mehr. Bei einer derart kleinen Platine ist der Platz für Anschlüsse selbstverständlich begrenzt, was sich letztendlich darin äußert, dass man viele Adapterkabel im Lieferumfang findet. Auf dem Board selbst gibt es lediglich einen VGA Ausgang und einen RJ45 Port (LAN Port). Alle weiteren Anschlüsse, die man sonst an der I/O Blende findet, werden per Pin-Header und Kabeladapter realisiert.


Speicher, Anschlüsse und Erweiterungen






Das Board ist doppelseitig bestückt, auf der Oberseite strahlt einem der Kühlkörper samt Lüfter entgegen. Der Kühlkörper macht einen recht großen Eindruck, da er fast die gesamte Fläche des Boards bedeckt – im Vergleich zu den auf Mini-ITX Boards verbauten Kühlkörpern besitzt er letztendlich jedoch auch nur eine normale Größe. Er deckt hier gleich drei Chips ab: den VIA VT6106S Netzwerk Controller, den VIA VX700 Chipsatz und die CPU (VIA C7 NanoBGA2). Weiterhin gibt es auf der Oberseite alle möglichen Anschlüsse, in Form von Pin-Headern. Das kleine Board bietet dadurch neben PS/2, COM und viermal USB 2.0 sogar DVI/LVDS und einen Multimedia-Anschluss (für TV-Out Interface). Auch auf Audio Ausgänge muss man zunächst nicht verzichten, wenn man sich das Layout ansieht. Wer jedoch seinen Kopfhörer anschließen möchte, sucht spätestens beim Aufbau des Systems nach entsprechenden Adapterkabeln vergebens. Anstatt eines 12V DC Einganges, wie man es beispielsweise vom VIA Epia TC10000 kennt, gibt es hier leider nur einen Pin-Header samt Adapterkabel für den 20poligen ATX Stecker. So kann man zwar handelsübliche ATX oder µATX Netzteile und auch DC/DC Wandler-Platinen wie das PicoPSU einsetzen, doch ein direkter DC/DC Wandler onboard wäre bei diesem Mainboard wesentlich sinnvoller gewesen. Wahrscheinlich ging den Ingenieuren von VIA der Platz dafür aus. Festplatten lassen sich entweder per 44-pin IDE (Notebookfestplatte) oder per S-ATA anschließen.

Auf der Unterseite des Boards befindet sich der Steckplatz für Arbeitsspeicher. Hier kommt DDRII SODIMM zum Einsatz, so dass man maximal 1GB DDRII-533 Arbeitsspeicher nutzen kann. Höher getaktete Module sollten auch laufen, da diese in der Regel abwärtskompatibel sind.


CPU und Chipsatz, integrierte Grafik, Kühlung






Der Prozessor ist ein VIA C7 im NanoBGA2 Package. Laut VIA kann entweder ein VIA C7 oder ein passiv gekühlter VIA Eden zum Einsatz kommen, in der hier getesteten Variante befand sich ein C7 mit 1GHz Taktfrequenz. Er wird leider nicht passiv gekühlt, doch der CPU Lüfter ist überraschend leise. Man kann diesen zwar wahrnehmen, beim Arbeiten stört das Lüftergeräusch in der Regel aber nicht. Die CPU wird im Idle Modus auf 800 MHz gedrosselt. Der Lüfter ist recht leise aber trotzdem wahrnehmbar. Leider sind keine Monitoring-Funktionen zur Temperaturüberwachung und Lüfterdrehzahlüberwachung vorhanden. Selbst im BIOS fehlt ein entsprechender Hardware Monitor. Unsere Messungen ergeben jedoch, dass die Kühlung sehr gut arbeitet, denn der Kühlkörper wurde zu keinem Zeitpunkt heiß, sondern lediglich warm.

Wer sich traut, kann bei kühler Umgebung mit Luftzug probieren, den Lüfter abzustecken und damit ein passives System erhalten. Allerdings sollte man aufgrund von Garantieverlust davon absehen, zumal fehlendes Hardwaremonitoring Überhitzungen nicht melden kann.

Als Chipsatz kommt hier der CX700 von VIA zum Einsatz, der North- und Southbridge vereint. Er beinhaltet Grafik (Unichrome Pro), HD Audio, DDR2- und S-ATA-II-Unterstützung. Der CX700 eignet sich somit ideal für Embedded Anwendungen, denn VIA hat es geschafft, Funktionen, die sonst auf Northbridge und Southbridge separat untergebracht sind, in einen Chip zu integrieren der lediglich 3,5 Watt benötigt. Obendrein bekommt man dank der UniChrome Grafik MPEG-2 Support.



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