
Der Nano-ITX Standard setzt neue Maßstäbe fest in punkto Integration. Mit einer Kantenlänge von nur 12 x 12 cm ist es um fast 10 cm² kleiner als 3,5" Mainboards, die in der Industrie stark verwendet werden. Allerdings birgt dieses kleine Format auch seine Hürden, da dieser Formfaktor von der Industrie bisher nicht akzeptiert wird und mit herkömmlichen Gehäusen oder Racksystemen nicht kompatibel ist. Dies ist wohl einer der vielen Gründe, warum der Absatz schwerer als bei Mini-ITX Mainboards ist. Dieser Formfaktor könnte jedoch in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen, wenn noch andere Hersteller dieses sehr handliche, kleine und einfache Format für ihre Mainboards verwenden würden. Der Miniaturisierung stünde dann wirklich nur mehr wenig im Wege. Da alles auf so kleinem Platz integriert werden muss, bleibt wenig Platz für Erweiterung, Doch dies ist auch nicht unbedingt nötig, da bereits CPU, Chipsatz, Grafikeinheit sowie Audio, Lan, ja selbst Video-Out Schnittstellen, IDE und S-ATA bereits vorhanden sind. Mit dem Mini-PCI Slot auf der Rückseite kann man das Nano-ITX Mainboard trotzdem erweitern, z.B. mit einem WLan oder TV-Tuner Modul.

Durch den Platzmangel gibt es keinen standard Stromanschluss. Um ein standard PC-Netzteil anzuschließen wird aber ein Adapter mitgeliefert. Die externen Anschlüsse sind auf das Wichtigste minimiert, entsprechen aber deutlich nicht dem üblichen Industriebedarf, wodurch das Board ganz klar an Consumer orientiert ist, sieht man vom hohen Preis ab. Anschlüsse für Festplatten und CD/DVD Laufwerke sind gut angeordnet. Leider ist nur ein S-ATA Anschluss vorhanden.

Die CoreFusion Technologie von Via vereint im Epia-N Mainboard die Via CN400 Northbridge (Chipsatz) mit einer Via C3 CPU und einer integrierter Unicrome Grafikeinheit in einem einzigen HSBGA Package (Luke CoreFusion genannt). Zusätzlich sind Sicherheitsmechanismen, Mpeg 2 Decoder und Mpeg 4 Beschleuniger integriert. Der PCI Bus wird durch VIAs V-Link ersetzt. Alle 3 Mainboards der N-Serie sind mit Via CoreFusion CPU´s ausgestattet (533 MHz, 800 Mhz und 1000 MHz) die mittels einem großen Aluminium-Kühlkörper komplett passiv (ohne Lüfter) gekühlt werden. Nur die 1Ghz Variante hat einen 40mm Lüfter der aber mit 37 dBA noch akzeptabel ist. Der Kühlblock muss selbst aufgebaut werden, weil dieser auch den Speicherslot bedeckt. Die Montage der So-DDR 400 Speichermodule wäre sonst nicht möglich. Die Grafik (Via Unicrome) enttäuschte wegen der fehlenden Kompatibilität zu jeglichen 3D Programmen.
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