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VIA Epia SP 13000 Mini-ITX Mainboard
neuer Chipsatz für die Epia Reihe
von Daniel Lantschner   06.06.2005
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Das Layout des Boards orientiert sich Großteils an jenem der Vorgängermodelle. Die Position des ATX Stromanschlusses ändert sich jedoch beinahe bei jedem Modell, was teilweise zu Problemen mit direkt aufsteckbaren, internen Netzteilen führt. Hier sollte man sich auf einen Standard einigen. Die vorhandene Fläche wurde bestens ausgenutzt, auch die Unterseite ist mit Komponenten bestückt. Der Parallelport ist intern, was vor Allem beim Anschließen eines LCD Displays im Gehäuse vorteilhaft ist. Dank der neuen Southbridge gibt es erstmals auf einem Epia auch zwei Serial ATA Ports. Nach einem Anschluss für ein Diskettenlaufwerk sucht man vergeblich, ein solches kann nur über USB angeschlossen werden.

Alle internen Anschlüsse sind gut zugänglich angeordnet und daher auch nach dem Einbau des Boards in ein Gehäuse leicht erreichbar. Beim Einbau sollte man allerdings vorsichtig zur Sache gehen, die Platine ist auch in unmittelbarer Nähe der Befestigungslöcher mit Komponenten bestückt, welche bei unvorsichtigem Umgang mit dem Schraubenzieher sehr leicht abbrechen könnten.







Auf der Rückseite sind zwar die wichtigsten Anschlüsse vorhanden, jedoch wurde der Platz auf dem Slotblech nicht vollständig ausgenutzt, z.B. ein Firewire Port und weitere USB Ports hätten noch hinzugefügt werden können. Wir nehmen an, dass VIA bald eine Version mit Cardreader und CF-Slot bringen wird, die Aussparungen in der Blende wurden nachträglich mit einem weiteren Blech verschlossen, auf der Innenseite kann man sie aber deutlich erkennen. Der RCA (Cinch) Anschluss kann entweder als TV-Out oder Digital Audio Out verwendet werden, je nach Stellung des hinter dem Anschluss angeordnteten Jumpers. Zur Erweiterung steht nur ein PCI Slot bereit, jedoch 2 USB Ports auf der Rückseite und bis zu 6 weitere intern und ein interner Firewire Anschluss. Die internen Anschlüsse können allerdings nur mit einer separat erworbenen Anschlussblende genutzt werden können.


CPU





Mit dem VIA C3 1333Mhz Prozessor (133MHz x 10) ist das SP13000 das neue Flagschiff der Epia Reihe. Es kommt der C5P Kern mit integrierter Padlock Verschlüsselungseinheit zum Einsatz, wie bereits beim EPIA MII 12000. Diese Einheit besteht aus zwei Zufallszahlengeneratoren, welche bei kryptographischen Berechnungen wie z.B. bei der Verschlüsselung von E-Mails, Dokumenten oder WLAN zum Einsatz kommen. Bis auf die höhere Frequenz gibt es keine Veränderungen gegenüber dem Vorgänger mit 1200MHz. Die CPU hat im Vergleich zu aktuellen Prozessoren von anderer Hersteller eine sehr einfache Architektur, was auf eine geringe Die-Fläche zurückzuführen ist. Das senkt die Produktionskosten, den Stromverbrauch und die Wärmeentwicklung. Leider leidet aber auch die Leistung darunter: eine C3 CPU leistet bei gleicher Taktfrequenz deutlich weniger, als eine CPU z.B. von AMD oder Intel.


CPU Kühlung



Beim SP13000 verbaut VIA die selbe Kühlung, wie bereits für den 1GHz C3 Prozessor z.B. beim Epia MII10000 verwendet wurde. Diese Lösung ist zwar kompakt, jedoch ist der 40mm Lüfter ziemlich laut. Eine Lüftersteuerung fehlt leider immer noch. Der Lüfter dreht daher mit 6600 Umdrehungen pro Minute, egal ob das Board ausgelastet wird, oder nicht. Gegen den Aluminiumkühlkörper gibt es nichts einzuwenden, bei der geringen Verlustleistung des Prozessors ist ein Kupferkern kein Muss.


Chipsatz



Das Epia SP ist das erste VIA Board in dem der CN400 Chipsatz zum Einsatz kommt. Die wichtigsten Neuerungen sind der integrierte MPEG4 Beschleuniger, ein vollwertiger MPEG2 Decoder, DDR400 Unterstützung und ein möglicher Frontside Bus (FSB) von bis zu 200MHz. Der verbaute C3 Prozessor wird jedoch nur mit 133MHz FSB betrieben, es kursieren aber bereits Gerüchte über einen kommenden 2GHz C3 Prozessor mit 200MHz FSB. Der MPEG4 Beschleuniger entlastet den Prozessor bei der Wiedergabe von MPEG4 Videos, allerdings machen nicht alle Softwaredecoder davon Gebrauch.

Begleitet wird die CN400 Northbridge von der VIA VT8237 Southbridge, welche auf dem Mainboard 8x USB 2.0, 2x ATA133 und 2x Serial ATA mit RAID bereitstellt. Mit zwei Seagate Barracuda 7200.7 80GB Serial ATA Festplatten im RAID0 Array schaffte der Controller einen durchschnittlichen Durchsatz von immerhin 74MB/s (gemessen mit SiSoftware Sandra 2005) gegenüber 50MB/s beim Betrieb mit nur einer Platte. Ein RAID1 Array ermöglicht hingegen eine Spiegelung der Platten, was das Board z.B. für einen kleinen Server interessant macht.



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