VIA setzt wie bei den bisherigen EPIA Boards ein Award BIOS ein. Der Aufbau ist übersichtlich und beinahe alle wichtigen Einstellungen sind enthalten. Auch die Größe des Framebuffers (Arbeitsspeicher, der von der integrierten Grafik genutzt wird) kann geändert werden: 16MB, 32MB oder 64MB können eingestellt werden. Beinahe alle Onboard Komponenten, wie Netzwerk, Sound usw. können deaktiviert werden, falls sie nicht benötigt werden. Einziger Kritikpunkt: im Menü “PC Health Status“ werden die Temperaturen nicht angezeigt. Leider liegt auch keine Software bei, mit der die Temperaturen ausgelesen werden können.
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Da im BIOS keine Optionen zum Übertakten des Boards vorhanden sind, müssen wir auf das Tool CrystalCPUID zurückgreifen, welches es ermöglicht, den Multiplikator der CPU zu ändern. Eine weitere interessante Funktion dieses Tools ist das sogenannte Multiplier Management. Diese Funktion ermöglicht eine dynamische Taktung des Prozessors je nach Auslastung. So kann ähnlich wie bei AMD Prozessoren mit "Cool & Quiet", bzw. wie bei einigen Notebooks im Leerlauf die CPU niedriger getaktet werden, um Strom zu sparen. Da jedoch die Spannung des Prozessors (VCore) fix auf 1,4V eingestellt ist und nicht geändert werden kann, sinkt die Verlustleistung nicht in der Größenordnung, wie z.B. Beim Athlon64 (Spannung wird um 0,3V abgesenkt). Das zeigte auch die Messung: nur 1 Watt konnte im Leerlaufbetrieb (IDLE) gespart werden, wenn die Taktfrequenz auf 533MHz gesenkt wurde. Die Funktion macht bei diesem System also wenig Sinn.
133MHz FSB x 11.5, CPU auf 1533MHz, Speicher auf 200MHz
Der höchste Multiplikator, der sich nach einigen Stabilitätstests als stabil erwies, war 11,5. Leider hat die CPU nicht das selbe Übertaktungspotenzial, wie die C3 1GHz Prozessoren anderer EPIA Boards, welche Großteils um 20-30% übertaktet werden können, hier war nur eine Erhöhung der Taktfrequenz um 15% möglich. Dennoch ist der Leistungszuwachs spürbar, wie auch die Benchmarks belegen. Die gemessene Leistungsaufnahme des Systems unter Last war mit erhöhter Taktfrequenz nur 2,2 Watt höher, also kaum nennenswert. Daher gibt es auch keine Probleme mit der Kühlung der übertakteten CPU.
Passmark Performance Test 5: 135 CPU Mark (120 CPU Mark mit 1333MHz)
3DMark03: 60 3DMark (54 3DMark mit 1333MHz)
Hinweis: Wir betreiben kein extrem Overclocking und haben uns darauf beschränkt den Multiplikator schrittweise zu erhöhen um zu sehen wie weit sich das System übertakten lässt und dabei stabil bleibt.
Warnung: Beim Overclocking betreibt man die Hardware außerhalb der vorgesehenen Spezifikationen. Dadurch entstandene Schäden an der Hardware sind nicht von der Herstellergarantie gedeckt.
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