

Über vier Imbusschrauben lässt sich das obere Gehäuseprofil entfernen. Darunter sieht man als erstes die Add-On-Platine, auf der sich der CF-Kartenleser, aber auch ein 44 Pin P-ATA Anschluss befindet. Hier ließe sich theoretisch auch eine 2,5" Festplatte einbauen, wäre nicht der Mini-PCI-Slot im Weg. Die Bohrungen sind für die Festplatte aber schon vorhanden. Sprich, jener der sich die Mühe macht, als Modifikation den Mini-PCI ab zulöten, der könnte ieine richtige Festplatte integrieren. Für den Mini-PCI-Slot ist der Einsatz von WLAN-Karten vorgesehen. Zonbu bietet diese als Option recht günstig an, aber man kann diese wohl auch selbst einbauen (vorausgesetzt die Karte wird im Zonbu Linux erkannt). Damit kann man dann den Zonbu direkt am eigenen Hot-Spot betreiben und ist somit nicht an einer Netzwerk-Verkabelung gebunden.

Das Demontieren der einzelnen Platinen ist recht kompliziert. Da sich die CPU auf der Unterseite befindet und mit Wärmeleitkleber an einer Gehäusewand verbunden wurde, kann man nicht ohne Weiteres die Hauptplatine herausnehmen. Wie man sieht, ist sie etwas kleiner als ein Embedded 3,5" Mainboard, aber auch dieses Format würde ohne Probleme in das Gehäuse passen.
Bei der CPU handelt es sich, entgegen dem was auf der Zonbu Homepage tehtd, nicht um einen VIA C7, sondern um dessen eng verwandten VIA Eden. Zonbu verwendet fälschlicherweise den Begriff VIA C7 ULV, aber im Desktop Mini steckt wohl eher der VIA Eden 1,2 GHz, der tatsächlich nur 7W (TDP) verbraucht und entsprechend passiv gekühlt werden kann. Er basiert aber auf genau dem gleichen Esther Kern wie der VIA C7. Der normale VIA C7 würde im Vergleich 15 - 20 W (TDP) Strom verbrauchen. VIA Prozessoren mit Esther Kern enthalten Rechenfunktionen wie MMX, SSE, SSE2 und SSE3, sind aber eher als Low-Budget einzustufen, da sie nicht die Performance von Intel oder AMD CPUs erreichen. Sie werden allerdings von VIA auch ganz bewusst als kostengünstige und energieeffiziente CPUs entwickelt. Es sind aber auch gewisse Sicherheitsfeatures enthalten, die andere nicht haben, wie z.B. Padlock Security Engine . Der FSB (V4-Bus) liegt bei 100 MHz, der durch die Quadpumped-Technik auf 400 MHz vervierfacht wird.
Der VIA CX700M gehört zu den multimedialen Chipsätzen von VIA, der besonders in kleinen PCs eingesetzt wird und auf Stromsparen optimiert ist. Die Variante im Zonbu ist der CX700M2, der auch den Macrovision Kopierschutz (DVD-Videos). Da aber ein Video-Ausgang fehlt, steht die Funktion brach. Als einer der ersten VIA Chipsätze unterstützt der CX700M2 nun auch DDR2 Speicher. Der integrierte Grafikchip UniChrome Pro II ist mit 200 MHz getaktet, aber hauptsächlich für 2D Applikationen geeignet. Er hat zwar auch eine 3D Beschleunigung, diese ist aber recht eingeschränkt und nur DirectX7 fähig. Der eingebaute HDTV und MPEG Decoder kann leider wegen mangelnder Softwareunterstützung kaum eingesetzt werden, HDTV Videos laufen daher nicht flüssig.
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